Hunderte bei Mahnwache für getötete Frau in London

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    Grossbritannien,

    Der Weg nach Hause war nur kurz, aber die junge Frau kam niemals an. Ihre Ermordung hat die Menschen schockiert - Hunderte gedenken nun gemeinsam der 28-Jährigen.

    Bürgerinnen und Bürger in London nehmen an einer Mahnwache zum Gedenken an die getötete 28-Jährige teil. Foto: David Cliff/AP/dpa
    Bürgerinnen und Bürger in London nehmen an einer Mahnwache zum Gedenken an die getötete 28-Jährige teil. Foto: David Cliff/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach dem Mord an einer jungen Frau in London haben Hunderte Menschen bei einer Mahnwache der 28-Jährigen gedacht und die Regierung zu mehr Engagement im Kampf gegen Gewalt aufgerufen.

    Angehörige sprachen unter Tränen von ihrem Leid, wie britische Medien am Samstag berichteten. Ermittler Trevor Lawry bat die Menge um Hinweise. «Bitte helfen Sie uns, die Verantwortlichen für diesen schockierenden Fall zu fangen», sagte Lawry vor etwa 500 Trauernden. Herzogin Kate (39) sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

    Die 28-Jährige war am 17. September auf dem kurzen Weg von ihrer Wohnung zu einem Pub, wo sie eine Freundin treffen wollte. Am nächsten Nachmittag wurde ihre Leiche in einem Park gefunden, durch den ihr Weg führte. Die Polizei nahm bisher zwei Männer fest, beide kamen mittlerweile aber wieder auf freien Fuss. Nach einem dritten Mann werde fieberhaft gefahndet, so die Behörde.

    Der Fall erinnert an den Mord an der Londonerin Sarah Everard. Die 33-Jährige war im März auf dem Heimweg von einer Freundin spurlos verschwunden. Ein Polizist hat gestanden, Everard entführt, vergewaltigt und getötet zu haben. Das Urteil gegen ihn wird in der kommenden Woche erwartet.

    «Ich bin traurig über den Verlust einer weiteren unschuldigen jungen Frau auf unseren Strassen», twitterte Herzogin Kate über den Account des Kensington-Palasts. «Meine Gedanken sind bei Sabinas Familie und Freunden und allen, die von diesem tragischen Ereignis betroffen sind.» Auch Premierminister Boris Johnson sprach den Angehörigen sein Beileid aus. «Meine Gedanken sind in dieser zutiefst beunruhigenden Zeit bei der Familie und den Freunden von Sabina Nessa», twitterte er am Freitagabend und versprach: «Wir werden alles tun, um diese abscheulichen Verbrechen zu verhindern und unsere Strassen sicherer zu machen.»

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