Es geht um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Weil es bisher keine einvernehmliche Einigung mit den Arbeitgebern gibt, kündigt die Gewerkschaft RMT Streiks über die Festtage an.
Züge stehen auf dem Abstellgleis im Heaton Depot: Die Bahnbeschäftigten der Gewerkschaft Rail, Maritime and Transport (RMT) drohen mit Streiks wollen über die Festtage.
Züge stehen auf dem Abstellgleis im Heaton Depot: Die Bahnbeschäftigten der Gewerkschaft Rail, Maritime and Transport (RMT) drohen mit Streiks wollen über die Festtage. - Owen Humphreys/PA Wire/dpa

Zugreisende in Grossbritannien müssen sich über die Feiertage wohl auf Ausfälle und Verzögerungen einstellen.

Die Gewerkschaft Rail, Maritime and Transport Union (RMT) kündigte am Dienstag einen Streik an, der von Heiligabend bis zum 27. Dezember dauern soll. Der Streit mit den privatisierten Zugunternehmen um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, in dem auch die britische Regierung eine Rolle spielt, hält seit Monaten an. Für etliche Tage noch vor Weihnachten sind ebenfalls Streiks angekündigt.

Der Generalsekretär der Gewerkschaft RMT, Mick Lynch, sagte der BBC: «Wir wollen nicht, dass das über Weihnachten passiert.» Man habe jedoch keine Wahl. Man hoffe noch darauf, dass die Arbeitgeber ein besseres Angebot vorlegten und man den Streik absagen könne. «Darauf warten wir aber schon seit dem Sommer.»

Die britische Regierung verteidigt das bestehende Angebot einer Lohnerhöhung von acht Prozent über zwei Jahre als «sehr guten Deal». Die Arbeitnehmer argumentieren jedoch, dass dies angesichts der hohen Inflation von mehr als elf Prozent nicht ausreichend sei, sondern ein «Angriff auf die arbeitende Bevölkerung».

Auch in etlichen anderen Branchen in Grossbritannien toben Arbeitskämpfe: So wollen noch vor Weihnachten unter anderem Beschäftigte des Gesundheitsdienstes, Postboten sowie Reinigungs- und Sicherheitskräfte verschiedener Bahnunternehmen ihre Arbeit niederlegen.

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