Griechenland fordert: Deutschland soll Lesbos-Flüchtlinge aufnehmen

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    In Griechenland stauen sich die Flüchtlinge an. Mitsotakis fordert Deutschland zur Aufnahme einiger Migranten aus dem überfüllten Lager auf.

    Griechenland
    Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert einen Waffenstillstand im Gazastreifen. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ministerpräsident Mitsotakis fordert Deutschland zur Aufnahme von Flüchtlingen auf.
    • Die Flüchtlingslager in Griechenland sind stark überfüllt.
    • Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks bezeichnete die Lage in Lesbos als katastrophal.

    Der Ministerpräsident von Griechenland Kyriakos Mitsotakis hat Deutschland aufgefordert, weitere Flüchtlinge direkt von der Insel Lesbos aufzunehmen. Der «Bild am Sonntag» sagte Mitsotakis auf die Frage, ob die Bundesrepublik dies tun solle: «Ja! Die Idee lautet, dass ein Teil der Asylantragsverfahren in anderen Ländern durchgeführt wird.»

    Der Regierungschef von Griechenland fügte hinzu: «Wir müssen einen europäischen Asyl- und Migrationspakt entwickeln und im Umgang mit diesem Problem benötigen wir mehr Lastenteilung.»

    Lager in Griechenland beherbergen 39'000 Flüchtlinge

    Die Registrierlager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis sind überfüllt. In und um die Camps von Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos leben rund 39'000 Menschen. Die Angaben stammen vom griechischen Ministerium für Bürgerschutz.

    Migration in Griechenland
    Frauen waschen Kleidung in einem Flüchtlingslager auf dem Festland in Korinth. - dpa

    Platz haben die Camps für rund 7500 Menschen. Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks, Filippo Grandi, hatte kürzlich nach einer Inspektion die Lage auf Lesbos als katastrophal bezeichnet.

    EU-Asylpolitik ist dringend notwendig

    Die neue EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hatte eine Reform der EU-Asylpolitik als dringend notwendig bezeichnet. 40 Abgeordnete forderten die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, sich für die Errichtung von Asylzentren an Europas Aussengrenzen einzusetzen. Das hiess es in einem Bericht der «Welt am Sonntag».

    Dort sollten Asylsuchende «direkt in ein Asylverfahren gehen und im negativen Fall direkt von dort wieder zurückgeschoben werden.» Das heisst es in einem Schreiben der Parlamentarier an von der Leyen, dass der Zeitung vorliegt. Anerkannte Flüchtlinge sollen aus den Zentren auf die EU-Staaten verteilt werden.

    Migration in Griechenland
    Kinder spielen in einem Flüchtlingslager in Griechenland. - dpa

    Unterzeichnet ist das Schreiben unter anderem von den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor, Armin Schuster sowie CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. So hiess es laut «Welt am Sonntag». Hinzu kommen Volksvertreter aus Italien, Griechenland und Zypern sowie aus dem EU-Parlament.

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