Wim Wenders

    Wim Wenders zieht «Falsche Bewegung» aus dem Verkehr

    Melsada Zec-Zejnic
    Melsada Zec-Zejnic

    Deutschland,

    Nach dem Streit um eine Nacktszene mit Nastassja Kinski soll der Film «Falsche Bewegung» von Regisseur Wenders vorerst nicht mehr gezeigt werden.

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    Im Mittelpunkt der Debatte steht eine Szene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski. - keystone

    Der Film «Falsche Bewegung» von Regisseur Wim Wenders werde aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen, teilte die Wim Wenders Stiftung mit. Streaming-, TV- und Vertriebspartner werden angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen, wie «SRF» berichtet.

    Im Film aus dem Jahr 1975 ist die damals 13-jährige Nastassja Kinski mit nacktem Oberkörper zu sehen. Die Schauspielerin bittet den Regisseur seit Jahren vergeblich, die Passage zu entfernen.

    Als einziger noch lebender Verantwortlicher erkenne Wenders an, dass Kinski besser hätte beschützt werden müssen. So heisst es in einer offiziellen Mitteilung der Stiftung.

    Wenders würde die Szene heute anders drehen

    Die Szene dauert laut «Berliner Morgenpost» rund zwei Minuten und zeigt Nastassja Kinski halbnackt. Ihr Filmpartner Rüdiger Vogler legt sich auf sie, schlägt ihr ins Gesicht und streichelt sie anschliessend.

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    Wim Wenders sprach zuletzt beim Deutschen Filmpreis über den Umgang mit Filmerbe. (Archivbild) - keystone

    Wenders äusserte, dass er diese umstrittene Szene heute anders inszenieren würde. In einer Stellungnahme aus dem Jahr 2024 erklärte er, er habe Kinskis «heutige Wahrnehmungen und Empfindungen» verstanden.

    Im Jahr 1974 erschien ihm die Szene jedoch «künstlerisch durchaus notwendig». Wenders hat Kinskis Wunsch, die Szene zu entfernen, bislang nicht erfüllt, so «Berliner Morgenpost».

    Freigabe des Films bleibt vorerst offen

    Bis zu seiner Dankesrede beim Deutschen Filmpreis gab es laut der «Tagesschau» keine neue Stellungnahme von Wim Wenders. Dort sagte er, er würde die Szene heute nicht mehr drehen und forderte eine Debatte über den Umgang mit Filmerbe.

    Findest du den Rückzug des Films nachvollziehbar?

    Nach der öffentlichen Debatte wird «Falsche Bewegung» vorerst nicht mehr gezeigt, berichtet der «Spiegel». Er wolle den Film erst nach einer einvernehmlichen Lösung mit Nastassja Kinski wieder freigeben.

    Nastassja Kinski fordert seit Jahren die Entfernung der Szene aus dem Film. Ihr Anwalt kündigte laut mehreren Medien zudem juristische Schritte gegen den Regisseur an.

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    Kommentare

    User #5238 (nicht angemeldet)

    Ach, ich weiss es doch auch nicht. Ist der Film Kunst?

    User #5933 (nicht angemeldet)

    Da sind wieder Heuchler am Werk.

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