Nach dem Goldschatz-Diebstahl aus dem Kelten Römer Museum in Manching gibt die ermittelnde Staatsanwaltschaft sich zuversichtlich, die Täter finden zu können.
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ARCHIV - Der keltische Goldschatz im Museum in Manching. Foto: Frank Mächler/dpa - sda - Keystone/dpa/Frank Mächler
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Manchinger Museum wurden hunderte wertvolle Goldmünzen gestohlen.
  • Dafür brauchte die Täterbande nur neun Minuten.

Nur neun Minuten brauchten die Unbekannten, um Hunderte wertvolle Goldmünzen aus dem Manchinger Museum zu stehlen. Die Ermittler sind zuversichtlich, die Tat aufklären zu können.

«Alle Täter kochen nur mit Wasser und wir haben schon unsere Mittel und Wege, da auch dagegenzuhalten». Das sagte der Ingolstädter Oberstaatsanwalt Nicolas Kaczynski. «Ich bin optimistisch.»

Konkrete Massnahmen werden geplant

Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt (LKA) solle das weitere Vorgehen abgestimmt werden. Welche Massnahmen konkret geplant sind, wollte er aber nicht sagen. «Das wäre zu weitgehend und ist für die Öffentlichkeit auch noch nicht bestimmt.»

Gestern wurden Details zum Raub bekannt. Angeblich brauchten die Täter nur neun Minuten, um in das Museum einzubrechen und dort wertvolle Goldmünzen zu stehlen. Die Ermittler vermuten, dass auch die Sabotage am Telefonnetz mit dem Einbruch zusammenhängt. Diese hatten einen Ausfall von Telefon, Internet und auch der Alarmanlage des Museums zur Folge.

Kein tagtägliches Delikt

«Das ist ein relativ nahe liegender Verdacht, dem man nachgehen muss», sagte Kaczynski. «Ob die Verbindung tatsächlich besteht oder es nur Zufall ist, letzten Endes werden das die weiteren Ermittlungen ergeben müssen.»

Der Fall sei «kein Delikt, das man täglich auf dem Schreibtisch hat. Gerade bei einer Staatsanwaltschaft, die vielleicht nicht zu den grössten in Bayern zählt», sagte er. «Umso mehr ist es für uns eine tolle Aufgabe, einfach mal zu zeigen, was die Kollegen können. Und das werden sie tun.»

Die Ermittler fahnden auch international nach den Tätern. Kunstdatenbanken seien über den Diebstahl informiert worden für den Fall, dass die Münzen dort auftauchen. Und neben dem Bundeskriminalamt wurden nach Angaben des LKA auch Europol und Interpol eingeschaltet.

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