Giftanschlag? Deutscher Rüstungs-Chef wegen Putin untergetaucht
Der Gründer und Chef der Rüstungs-Firma Donaustahl musste untertauchen. Grund ist ein mutmasslicher Giftanschlag des Russen-Geheimdienstes.

Das Wichtigste in Kürze
- Seine Firma liefert Drohnen an die Ukraine, deshalb lebt Stefan Thumann gefährlich.
- Er musste untertauchen und lebt heute an einem geheimen Ort. Ohne seine Familie.
- Offenbar hat es der Geheimdienst der Russen auf ihn abgesehen.
Stefan Thumanns Rüstungsunternehmen Donaustahl liefert unter anderem Kampfdrohnen an die Ukraine. Diese werden im Krieg gegen die Russen eingesetzt. Das hat nun drastische Auswirkungen auf sein Leben.
Denn im Dezember 2025 hat sich dieses schlagartig geändert, als er einen Anruf von den deutschen Behörden bekam. So schildert er es gegenüber der «Bild»-Zeitung.
Kurz vor Weihnachten habe man ihm mitgeteilt, dass etwas gegen ihn geplant und er in Gefahr sei. Wenig später wurde gemäss Thumann bereits ein erster Russen-Agent festgenommen, der ihm nachspioniert hatte.

Erst dann habe er konkret erfahren, dass die Bedrohung aus Russland komme und es um Leib und Leben gehe.
Offenbar habe ein Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok auf ihn ausgeübt werden sollen. Dasselbe Gift, mit dem Kreml-Gegner Alexej Nawalny ermordet wurde.
Deshalb versteckt sich Thumann – der sich in der «Bild-Zeitung» mit Foto zeigt – seither an einem geheimen Ort. Seine Familie habe er monatelang nicht mehr gesehen. Kommunikation sei nur über verschlüsselte Messenger-Dienste möglich.
«Mein Tod ist einkalkuliert»
Personenschützer seien zudem immer bei ihm, er sei nie allein dort, wo er sich jetzt aufhalte.
«Einer der Personenschützer ist auch ausgebildeter Rettungssanitäter und hat sich auch nochmal schulen lassen bei Vergiftungen. Wir haben auch gewisse Medikamente immer griffbereit, um sofort reagieren zu können, wenn wirklich eindeutige Vergiftungserscheinungen auftreten.» Das sagt der Chef von Donaustahl der Zeitung weiter.
Er habe sein Testament gemacht und alle Dokumente diesbezüglich wären bereit. «Mein Tod ist in dieser Geschichte zumindest einkalkuliert», so Thumann.
















