Gedenken an Papst Franziskus – Lob aus Kirche und Politik
Mit einer Messe in der Casa Santa Marta hat das Gedenken an Papst Franziskus an seinem ersten Todestag begonnen.

«Wir spüren ihn immer noch ganz bei uns», hiess es bei der Predigt in der Kapelle der früheren Residenz des Pontifex. Es sei der Moment, an den «apostolischen Mut» zu erinnern, mit dem er sein Pontifikat geführt habe – trotz körperlicher Einschränkungen, berichtete das offizielle Nachrichtenportal «Vatican News».
Der Argentinier, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio, stand von 2013 bis zu seinem Tod am 21. April 2025 an der Spitze der katholischen Kirche. Er wurde 88 Jahre alt. Den Auftakt der weiteren Gedenkveranstaltungen in Rom bildet am Nachmittag ein Rosenkranzgebet in der Basilika Santa Maria Maggiore, wo Franziskus beigesetzt ist. Für den Abend ist dort eine Messe geplant.
Auch in seiner Heimat wurde an den Papst erinnert. Am Wochenende nahmen mehr als 120'000 Menschen an einer Gedenkfeier im Zentrum der Hauptstadt Buenos Aires teil. Der portugiesische Priester und DJ Guilherme Peixoto verband dafür Videoprojektionen mit Szenen aus dem Leben von Franziskus mit elektronischer Musik.
Zudem lädt die argentinische Bischofskonferenz zu einer Messe in den Wallfahrtsort Luján ein; angekündigt ist auch ein Fackelzug durch die Innenstadt von Buenos Aires.
Sein Nachfolger Papst Leo XIV. würdigte Franziskus während einer Afrika-Reise. Er habe mit seinem Leben, seinen Gesten und seinen Worten sehr viel «für die Ärmsten, Kleinsten, Kranken, Kinder und Alten» getan, sagte das erste Oberhaupt der katholischen Kirche aus den USA. «Wir danken dem Herrn für die grosse Gabe des Lebens von Franziskus für die ganze Kirche und die ganze Welt.»
Auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni würdigte den Pontifex. Seine Botschaft von Frieden, Verantwortung und Aufmerksamkeit für die Schwächsten sei weiterhin aktuell, schrieb sie auf X. Er habe es verstanden, «mit einfachen Worten zur Welt zu sprechen» und Gläubige wie Nichtgläubige zu erreichen. Ihn kennenzulernen, sei für sie ein Privileg gewesen.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, erklärte, Franziskus habe die Kirche geprägt und zu mehr Nähe zu den Menschen aufgerufen. Er «hat uns eindringlich daran erinnert, dass die Kirche nur dann glaubwürdig ist, wenn sie sich den Menschen zuwendet».














