Bahn

Bahn-Ausbau: Beide Basel begraben Herzstück-Grossprojekt vorerst

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Basel,

Die beiden Basel setzen sich in Bern neu für eine rasch realisierbare, unterirdische Durchmesserlinie zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof in Basel ein. Damit ist das Grossprojekt Herzstück vorerst vom Tisch.

Die Basler Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller (GLP) stellt eine Forderung an den Bundesrat. (Archivbild)
Die Basler Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller (GLP) stellt eine Forderung an den Bundesrat. (Archivbild) - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Eine neue Verbindung zwischen dem Bahnhof Basel SBB und dem Badischen Bahnhof ist zwingend für einen grundlegenden Ausbau des triregionalen S-Bahn-Systems, wie es in einer Medienmitteilung der Regierungen von Kanton Basel-Stadt und Baselland sowie der Handelskammer beider Basel vom Donnerstag heisst.

Diese Verbindung wollen die Kantone nun rasch vorantreiben und dafür im nächsten Bahnausbauschritt bis 2045 auf das Grossprojekt Herzstück mit Tiefenbahnhof verzichten. Die reine Durchmesserlinie könne hingegen «in einem überschaubaren Zeitrahmen umgesetzt» und finanziert werden und habe eine grosse Wirkung.

Noch im Oktober hatten sich die Kantone für einen Tiefenbahnhof im nächsten Ausbauschritt eingesetzt und das Gutachten von Ulrich Weidmann von der ETH Zürich kritisiert, in dem er das Herzstück depriorisiert hatte. Laut Mitteilung vom Donnerstag ist das Umdenken im Austausch mit dem Gutachter erfolgt.

Die neue, sechs Kilometer lange Durchmesserlinie soll die «umständlichen Spitzkehren in den beiden Bahnhöfen überflüssig machen», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Weil im Gegenzug auf den Westasttunnel und unterirdische Haltestellen in der Stadt verzichtet werde, könne das Projekt für die Hälfte der Kosten des Herzstücks kosten und lasse sich schneller realisieren.

«Mit der Fokussierung auf die Durchmesserlinie trägt die Region dem Umstand Rechnung, dass die Mittel für den Ausbau der Bahninfrastruktur limitiert sind. Aber jetzt muss es auch zügig vorwärts gehen», wird die Basler Ständerätin Eva Herzog (SP) im Communiqué zitiert.

Die Region Basel setzt sich schon seit langer Zeit für einen Ausbau des lokalen Bahnknotens ein. Sie befürchten, dass dieser bei unzureichender Kapazität zu einem Flaschenhals im S-Bahnverkehr und im internationalen Güterverkehr werden könnte.

Zuletzt wurde das Bahnangebot in der Region mit dem Fahrplanwechsel diesen Dezember ausgebaut. Es gibt nun bessere Verbindungen in die Westschweiz und auf der Strecke Basel-Olten. Die SBB und die BLS sprachen vom «grössten Bahnhausbau in der Nordwestschweiz in 20 Jahren».

Kommentare

User #78 (nicht angemeldet)

Das kann man nicht besser sagen... Die Strecke von Zell im Wiesental und Lörrach ist ja ursprünglich auch nie für den Verkehr nach Basel SBB gebaut worden sondern für die Badische Staatsbahn mit Anschluss am Badischen Bahnhof nach Freiburg im Breisgau, Baden Baden, Karlsruhe und Mannheim. Dass da mittlerweile die S-Bahn von der SBB darauf betrieben wird ist ja dem Gewinn einer Ausschreibung vom RVL durch die SBB geschuldet. Da die DB AG mit Blick aus Berlin an derartig periferen Strecken offensichtlich kein besonderes Interesse hat und auch kein überzeugendes Konzept eingereicht hatte. Kein Wunder: die bekommen ja seit Jahren noch nicht einmal ihre eigene S-Bahn in Berlin in Griff.

Weiterlesen

teaser
209 Interaktionen
Vor Abstimmung
Goppenstein
187 Interaktionen
Nach Zugentgleisung

MEHR BAHN

Deutsche Bahn
2 Interaktionen
Berlin
Shanghai in China
4 Interaktionen
Shanghai
1 Interaktionen
Basel
a
161 Interaktionen
Verspätung

MEHR AUS STADT BASEL

Fasnacht Basel
3 Interaktionen
Mit Kinderbadges
-
12 Interaktionen
Bachelorette
Jeremy Agbonifo FC Basel
1 Interaktionen
Zurück nach Lens
Becir Omeragic FC Basel
74 Interaktionen
Essiam zu Winterthur