Nach dem Entsetzen über mehrere Frauenmorde in Frankreich will die Regierung nun entschiedener gegen häusliche Gewalt vorgehen. Künftig soll es bedeutend mehr Nottelefone geben, wie Premierminister Jean Castex in der Nacht zum Donnerstag ankündigte.
Frauen heben ihre Fäuste, während sie bei einer Demonstration im Vorfeld des Internationalen Frauentages vor dem Bundesgericht von Tel Aviv in Särgen liegen. Die Särge repräsentieren Frauen, die durch häusliche Gewalt getötet wurden. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa
Frauen heben ihre Fäuste, während sie bei einer Demonstration im Vorfeld des Internationalen Frauentages vor dem Bundesgericht von Tel Aviv in Särgen liegen. Die Särge repräsentieren Frauen, die durch häusliche Gewalt getötet wurden. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Telefone hätten sich als effizienter Schutz für die Opfer erwiesen, hiess es in einem Schreiben seines Amtes.

Vom nächsten Jahr an sollen deshalb 3000 weitere Nottelefone angeschaltet werden.

Castex zufolge sollen zusätzlich elektronische Armbänder, die eine Annäherung von Tätern verhindern sollen, stärker genutzt werden. Auch will man gezielte Dossiers zu häuslicher Gewalt anlegen, den Waffenerwerb stärker reglementieren und nationale wie lokale Koordinierungsstellen schaffen.

Im Mai hatten zwei Gewaltverbrechen an Frauen Entsetzen in Frankreich ausgelöst. In Mérignac wurde eine Frau Ermittlern zufolge von ihrem Ehemann angeschossen und schliesslich angezündet - sie starb. In Hayange wurde eine Frau mutmasslich von ihrem Ehemann mit einem Messer getötet. Beide Taten hatten auch Kritik an den Behörden ausgelöst. Die mutmasslichen Täter waren bereits vorbestraft.

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