UN-Sitzung zu Iran: Türk fordert Ende der Gewalt
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat im Iran ein Ende der staatlichen Gewalt gegen Protestierende und eine Freilassung aller Inhaftierten gefordert. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf warnte er auch vor Gewalt von aussen.

Ohne Drohungen gegen den Iran von US-Präsident Donald Trump zu erwähnen, warnte Türk vor einer militärischen Eskalation. «Aggressive Rhetorik und Drohungen sind äusserst kontraproduktiv.» Dass jemand für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werde, könne nicht «durch militärische Gewalt aus dem Iran oder von ausserhalb» erreicht werden, sagte er.
Bei der jüngsten Protestwelle gegen die Regierung sind nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mit Sitz in den USA mindestens 5.002 Menschen ums Leben gekommen.
Die Dringlichkeitssitzung war auf Antrag Deutschlands und anderer Länder einberufen worden. Sie fordern in einer Resolution, dass die schon 2022 eingerichtete Kommission auch die jüngste Gewalt untersucht. Über die Resolution dürfte am Abend abgestimmt werden.














