Frankreich: Heissester Tag seit Beginn der Messungen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Frankreich,

Frankreich hat den nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes Météo France heissesten Tag seit Beginn der Messungen 1947 erlebt. Die Durchschnittstemperatur für das französische Festland kletterte am Dienstag nach vorläufigen Werten von 17.00 Uhr auf 29,8 Grad, teilte Météo France mit. Damit wurde der bisherige Rekord vom 25. Juli 2019 und 5. August 2003 gebrochen, als jeweils eine Durchschnittstemperatur von 29,4 Grad erreicht wurde.

Pariser baden im Canal Saint-Martin. Foto: Christophe Ena/AP/dpa
Pariser baden im Canal Saint-Martin. Foto: Christophe Ena/AP/dpa - Keystone/AP/Christophe Ena

Die nationale Durchschnittstemperatur wird anhand des nationalen Temperaturindikators (ITN) gemessen, den Tagesdurchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen von 30 Referenzwetterstationen im französischen Festland.

Die aktuelle Hitzewelle in Frankreich ist nach Angaben des Wetterdienstes geprägt durch ausserordentlich hohe Spitzentemperaturen über Tage und auch über Nacht. In der Ortschaft Pissos an der Atlantikküste wurden laut vorläufigen Werten am Dienstagnachmittag 44,3 Grad gemessen, und auch in zahlreichen anderen Städten wurde es deutlich über 40 Grad warm.

In der Nacht zu Dienstag durchlebte Frankreich nach vorläufigen Messdaten die heisseste Nacht seit Jahrzehnten. Mit 21,6 Grad Celsius erreichte der nationale Temperaturindikator die höchste Temperatur seit Beginn der Messungen im Jahr 1947.

Am Nachmittag verschärfte Météo France seine Hitzewarnung für das Land abermals. Am Mittwoch gilt demnach in 58 Departements die höchste Warnstufe Rot und in 31 Departements die Warnstufe Orange. Nahezu flächendeckend ist Frankreich damit in gravierendem Umfang von der Hitzewelle betroffen. Noch unklar ist, ob sie auch von ihrer Länge die verheerende Hitzewelle vom August 2003 in den Schatten stellt, die 16 Tage dauerte.

Nach den Aufzeichnungen des Wetterdienstes handelt es sich um die 52. Hitzewelle in Frankreich seit 1947. Dabei liegt die Hälfte der Hitzewellen in der Zeit bis 2010 und die andere Hälfte in der Zeit nach 2010. Immer häufiger komme es bereits vor Beginn des kalendarischen Sommers zu Hitzewellen, die wegen des sich wandelnden Klimas immer wahrscheinlicher werden, teilte der Wetterdienst mit.

Kommentare

User #4281 (nicht angemeldet)

In der Wüste Gobi wird's noch heisser und im Death Valley auch. Aber natürlich jetzt ist es schon Klimawandel wenns mal einen Monat lang 30 Grad durchgehend ist? Und wenn es mal 40, 45 Grad wird? Das sind ganz normale Normaltemperaturen. 30 Grad ist noch kalt eigentlich.

Weiterlesen

Hitzewelle
286 Interaktionen
Rekord-Juni
Bakterien
274 Interaktionen
Experte klärt auf

MEHR IN NEWS

taliban
In Brüssel
fässler
1 Interaktionen
Hildegard Fässler
läden
Bis zu 12 pro Jahr
stromunternehmen
1 Interaktionen
Bern

MEHR AUS FRANKREICH

Atomkraftwerk Golfech
10 Interaktionen
Wegen Hitzewelle
Frankreich stellt auf mehreren Autobahnabschnitten schrittweise auf ein digitales Mautsystem ohne Schranken um. Bezahlt wird erst nach der Durchfahrt online.
10 Interaktionen
Warnung
WM 2026
6 Interaktionen
Shitstorm in Belgien
Ubisoft
Unglück