WM 2026: Journalistin findet WM wichtiger als Geburt von Sohn
Eine Journalistin kassiert während der WM 2026 einen Shitstorm. Sie kritisiert Belgiens Jérémy Doku dafür, bei der Geburt seines Sohnes dabei sein zu wollen.

Das Wichtigste in Kürze
- Jérémy Doku erwartet gemeinsam mit seiner Frau Shireen ein Kind.
- Der Belgier möchte bei der Geburt dabei sein, muss deshalb wohl von der WM abreisen.
- Dafür kritisiert ihn eine französische Journalistin – und kassiert einen Shitstorm.
Für Jérémy Doku könnte es kaum besser laufen: Mit Belgien spielt er an der WM 2026 – und mit seiner Frau erwartet er das erste gemeinsame Kind. Trotzdem gibt es Kritik.
Denn: Doku möchte bei der Geburt seines Sohnes unbedingt dabei sein. Das heisst allerdings auch, dass er sein Team in den kommenden Tagen wohl verlassen muss.

Für France Pierron ist diese Entscheidung offenbar nicht nachvollziehbar. Die Moderatorin von «L'Équipe de choc» übt nämlich scharfe Kritik.
«Ihr seid völlig nutzlos»
«Man muss sich klarmachen, dass die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft ein echtes Privileg ist, eine unglaubliche Freude. Hunderte von Fussballern würden alles dafür geben, an deiner Stelle zu sein«, so Pierron.
«So etwas passiert vielleicht nie wieder im Leben! Es ist wirklich ein ganz besonderer Moment, ein wahr gewordener Kindheitstraum», so Pierron.
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Es sind die darauffolgenden Worte, die einen Shitstorm auslösen: «Und du willst all das aufgeben, um die Geburt deines Kindes mitzuerleben, was ein widerlicher Moment ist? Entschuldige meine Ausdrucksweise – wo der Vater völlig nutzlos ist, nur eine Randfigur.»
Nachdem ihr Moderationskollege Brahim Asloum sichtlich geschockt fragt, was sie damit meint, sagt Pierron: «Ihr (Männer, Anm.) seid nutzlos. Haltet Händchen oder macht ein Foto.»
Bei den Fans kommen diese Aussagen gar nicht gut an. Einige fordern sogar Konsequenzen und die Entlassung Pierrons.
«Wollte Rolle von Vätern nicht relativieren»
Diese äussert sich auf Instagram und schreibt: «Ich habe meine persönliche Meinung im Rahmen einer kontroversen Diskussion geäussert. Diese Aussagen spiegeln ausschliesslich meine eigene Ansicht wider und stellen in keiner Weise eine kollektive oder gemeinsame Position dar.»

Sie habe Verständnis dafür, dass ihre Worte einige Menschen verletzt hätten. «Dafür möchte ich mich entschuldigen. Es war niemals meine Absicht, die Bedeutung oder die Rolle von Vätern an der Seite ihrer Partnerin und ihres Kindes herunterzuspielen oder zu relativieren.»
Wann Doku das belgische Team verlassen wird, ist noch unklar. Den 3:0-Sieg an der WM 2026 über den Iran verpasste er krankheitsbedingt. Auch beim 0:0 gegen den Iran vom Sonntag ist er wegen einer Atemwegsinfektion nicht dabei.
















