Frankreich fordert politischen Dialog in Konfliktregion Tigray

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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versucht, im Konflikt um die äthiopische Region Tigray zu vermitteln.

    Ethiopia Tigray Crisis
    Soldaten in Tigray. - Keystone

    In Telefonaten mit Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed und dem Premierminister des benachbarten Sudans, Abdullah Hamduk, sagte er, es müsse ein Ende der Kampfhandlungen ausgehandelt werden. Wie der französische Präsidentenpalast am Samstag mitteilte, forderte Macron zudem, Hilfsleistungen an die Bevölkerung in dem Krisengebiet passieren zu lassen. Einschränkungen müssten aufgehoben werden. Die Regierung des nordostafrikanischen Landes hatte im November eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die bis dahin in der gleichnamigen Region an der Grenze zu Eritrea und dem Sudan an der Macht war.

    Hintergrund waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung. Die TPLF dominierte Äthiopien mehr als 25 Jahre lang, bis Regierungschef Abiy Ahmed 2018 die TPLF hinausdrängte. Viele Menschen in Tigray fühlen sich von der Zentralregierung nicht vertreten und fordern mehr Autonomie. Im Vielvölkerstaat Äthiopien mit seinen rund 112 Millionen Einwohnern gibt es etliche ethnische Spannungen, die unter Abiy gestiegen sind. Der gegenwärtige Konflikt hat bereits Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben und grosse Zerstörung angerichtet.

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