Coronavirus

    Fitnessstudios bangen wegen Corona um Jahresstart

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Keine Saison ist für Fitnessstudios so wichtig wie der Jahresbeginn. Dann werben sie viele Leute an, die mit guten Vorsätzen Kilos loswerden wollen. Doch die Branche fürchtet erneut um ihr Geschäft.

    fitness
    Vergangenes Jahr trainierten mehr als 1,3 Millionen Menschen in einem der total 1348 Fitness-Studios in der Schweiz. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im zweiten Corona-Winter bangen viele Fitnessstudios in Deutschland erneut um ihr Geschäft.

    Zwar gilt nun kein harter Lockdown mehr, doch wegen strenger Vorschriften fürchtet die Branche zum wegweisenden Jahresbeginn um den Zuwachs neuer Mitglieder.

    «2G-plus-Vorschriften haben signifikante Auswirkungen auf die Neuanmeldungen», sagt Ralph Scholz, Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG). Vielen Menschen sei es zu aufwendig, zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis einen aktuellen Test vorzulegen («2G plus»). «Dort wo die Regel eingeführt wurde, ist das Neugeschäft fast komplett weggebrochen.»

    iele Neuanmeldungen

    Der Jahresauftakt ist die wichtigste Zeit für Fitnessstudios - dann haben viele Menschen nach der Völlerei an Weihnachten gute Vorsätze. Im ersten Quartal erzielen Fitnessstudios laut dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) üblicherweise ein Drittel der Neuanmeldungen eines Jahres.

    «Mit der Omikron-Variante dürfte das erste Quartal mindestens so schlimm werden wie vergangenes Jahr», fürchtet Scholz. Waren damals die Fitnessstudios im Lockdown geschlossen, laufen jetzt im Betrieb die Kosten voll weiter. «Betreiber haben wieder Existenzsorgen.» Angesichts von Kündigungen brauche die Branche 15 bis 20 Prozent Neuanmeldungen, um das Niveau an Mitgliedern zu halten, sagt Scholz.

    Krise hat Spuren hinterlassen

    Zwar sei im Sommer nach langem Lockdown das Geschäft überraschend gut angelaufen, doch die Krise habe Spuren hinterlassen. Der DIGF rechnet zum Jahreswechsel mit 9,5 Millionen Mitgliedern, gut zwei Millionen weniger als im Vorkrisenjahr 2019 (11,6 Mio). In Fitnessstudios seien noch rund 190.000 Menschen beschäftigt, 40.000 weniger als vor einem Jahr. Immerhin blieb trotz herber Umsatzverluste im Krisenjahr 2020 eine Pleitewelle aus, da die Politik hohe Finanzhilfen gewährte.

    Derzeit gilt für Fitnessstudios ein Flickenteppich von Regeln - in einigen Bundesländern gilt allein die 2G-Regel (nur für Geimpfte und Genesene), in anderen wird zusätzlich ein Schnelltest verlangt, in manchen entfällt dieser für Menschen mit Auffrischungsimpfung. «Der Politik fehlt eine Langfriststrategie», moniert Scholz. Für Fitnessstudios sieht er weniger den Trend zu Heimsport als Gefahr, sondern die «Entwöhnung von körperlicher Betätigung an sich».

    Der Arbeitgeberverband DSSV hatte schon bei Einführung der 2G-plus-Regeln in einigen Bundesländern vor Umsatzausfällen von 1,3 Milliarden Euro in der Branche gewarnt. Die Vorschrift bedeute eine sinkende Nachfrage und ausbleibende Neuanmeldungen, warnte Präsidentin Birgit Schwarze. Die Folge seien 50 Prozent mehr Kündigungen als üblich. «Für viele Mitglieder ist die zusätzliche finanzielle und zeitliche Belastung ein Grund, das Fitnessstudio nicht mehr aufzusuchen», sagte Schwarze.

    Kommentare

    Weiterlesen

    geld
    321 Interaktionen
    Geldnot
    Suhrental Bussen
    89 Interaktionen
    Trinkwasser knapp

    MEHR IN NEWS

    Altendorf SZ
    1 Interaktionen
    Wolfsburg
    Zürich

    MEHR CORONAVIRUS

    4 Interaktionen
    Für Krypto-Geschäfte
    204 Interaktionen
    Erkältungssaison
    x
    34 Interaktionen
    Covid-Impfung
    Sportler
    40 Interaktionen
    Xhaka-Hammer

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    1 Interaktionen
    Trotz China-Schwäche
    Ralf Schumacher
    4 Interaktionen
    Notbremsung
    DFB Pokal Bayern Dresden
    3 Interaktionen
    DFB-Pokal
    Vincent Kompany
    4 Interaktionen
    Diagnose da