Knapp einen Monat nach einem schweren Grubenunglück mit mehr als 50 Toten hat es erneut einen Zwischenfall in einem russischen Bergwerk gegeben. Rund 120 Arbeiter wurden am Sonntagabend nach einem Feueralarm aus einer Kohlemine im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) in Sibirien in Sicherheit gebracht, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf den Zivilschutz meldete.
Rettungskräfte bereiten sich auf den Einsatz in dem Kohlebergwerk im Gebiet Kemerowo vor. Foto: Uncredited/Russian Ministry for Emergency Situations/AP/dpa
Rettungskräfte bereiten sich auf den Einsatz in dem Kohlebergwerk im Gebiet Kemerowo vor. Foto: Uncredited/Russian Ministry for Emergency Situations/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Es habe sich wohl eine Kohleschicht erwärmt, worauf Sensoren reagiert hätten, hiess es.

Zuerst war von einem Feuer die Rede gewesen. Verletzt wurde ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, den Vorfall in der Stadt Leninsk-Kusnezki zu untersuchen. Die Arbeit in dem Bergwerk wurde vorübergehend eingestellt.

Ende November waren ebenfalls im Kusnezker Kohlebecken mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen, nachdem es in einem Schacht eine Methangasexplosion gegeben hatte. Es handelte sich um das schlimmste Grubenunglück in Russland seit mehr als zehn Jahren. Wegen Verstössen gegen Sicherheitsvorschriften in der Mine rund 3000 Kilometer östlich von Moskau erliessen die Behörden mehrere Haftbefehle gegen Verantwortliche der Bergwerksleitung und der Aufsichtsbehörden.

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