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    Europarat-Justizminister diskutieren Russlands Kriegsverbrechen

    Keystone-SDA
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    Lettland,

    Justizminister und Vertreter der Mitgliedsstaaten des Europarats haben im lettischen Riga Möglichkeiten diskutiert, Russland für Kriegsverbrechen zu strafen.

    Ein Staatsanwalt für Kriegsverbrechen inspiziert am 14. Juni im ukrainischen Odessa den Schauplatz eines nächtlichen Raketenangriffs.
    Ein Staatsanwalt für Kriegsverbrechen inspiziert am 14. Juni im ukrainischen Odessa den Schauplatz eines nächtlichen Raketenangriffs. - Nina Lyashonok/AP/dpa

    Bei einer Konferenz in Riga haben Justizminister und Vertretern der Mitgliedsstaaten des Europarats Möglichkeiten erörtert, um Russland für Kriegsverbrechen in der Ukraine zur Verantwortung zu ziehen.

    Bei dem informellen Treffen in Lettlands Hauptstadt ging es zudem um Entschädigung für die durch die russische Invasion verursachten Schäden, um die Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder und die Errichtung eines Sondertribunals. An den Beratungen nahmen der ukrainische Justizminister Denys Maljuska und Generalstaatsanwalt Andriy Kostin teil.

    «Alle Vorwürfe von Verbrechen, einschliesslich Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord, die von russischen Streitkräften in der Ukraine begangen wurden, müssen umfassend untersucht und, sofern gerechtfertigt, auf nationaler und internationaler Ebene strafrechtlich verfolgt werden, damit die Verantwortlichen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden», hiess es einer der von gut 40 Ländern beschlossenen gemeinsamen Erklärung. «Allen Opfern muss Gerechtigkeit widerfahren.»

    Hunderttausende Opfer von Kriegsverbrechen

    «Hunderttausende von Menschen kämpften und sind Opfer von Kriegsverbrechen und anderen Verbrechen geworden, die von russischen Streitkräften auf dem Territorium der Ukraine begangen wurden», sagte der Justizminister Maljuska und forderte die «Schaffung eines umfassenden Mechanismus, um Russland für seine Taten zur Verantwortung zu ziehen».

    Der Europarat wurde 1949 zum Schutz von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaat in Europa gegründet. Er ist von der Europäischen Union unabhängig. Ihm gehören auch deutlich mehr Länder an als der EU – fast alle europäischen Staaten. Die Ukraine ist seit 1995 Mitglied. Russland wurde nach der Invasion in der Ukraine ausgeschlossen.

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