Europarat-Generalsekretär Alain Berset mahnt Frauenrechte an
Er glaube nicht an eine Welt, in der Frauen nur eingeschränkte Rechte hätten und in der ihre Angst grenzenlos sei. Dies erklärte der Generalsekretär des Europarates Alain Berset am Samstag in einer Rede zum Internationalen Frauentag.

Der ehemalige Bundesrat kritisierte diejenigen, die die Schlagzeilen der Zeitungen über Gewalt gegen Frauen ignorierten, den Kopf in den Sand steckten und behaupten, die Gleichstellung von Frauen und Männern sei «zu weit gegangen». Oder die «ohne Scheu sagten, dass Frauen ihren Platz kennen» sollten.
Weltweit werde alle zehn Minuten eine Frau von jemandem getötet, den sie kenne. In Europa sei jede dritte Frau Gewalt durch ihren Partner ausgesetzt und jede sechste erlebe sexuelle Gewalt, so Berset weiter. Und diese Zahlen bezögen sich nur auf die gemeldeten Fälle.
Berset ermahnte auch die Mitgliedstaaten des Europarats, die das Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, bekannt als Istanbul-Konvention, nicht ratifiziert haben oder kündigen wollen. «Die Mitgliedstaaten müssen zusammenarbeiten, um die Sicherheit von Frauen und ihre Fähigkeit zur uneingeschränkten Teilhabe an unseren Demokratien zu gewährleisten», forderte Berset.
Die Stimme der Frauen sei für das öffentliche Leben, die Stärkung der Demokratie und die Gewährleistung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit von entscheidender Bedeutung, sagte Berset weiter.










