Für EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen gibt es derzeit keine Möglichkeit für direkte Spenden von Corona-Impfstoffen der EU an ärmere Länder
Sitzung der EU-Kommission
17.03.2021, Belgien, Brüssel: Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht während einer Pressekonferenz über die Reaktion der EU-Kommission auf Covid-19 im EU-Hauptquartier in Brüssel. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU wird erst Impfstoffe teilen, wenn die Produktionslage in der EU besser wird.
  • Aktuell müssten die EU-Staaten schauen, dass sie selbst Impfstoff bekommen.
  • Das sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sieht vorerst keine Möglichkeit für direkte Spenden von Corona-Impfstoffen der Europäischen Union an ärmere Länder. «Jetzt gibt es erstmal einen ziemlichen Druck in den Mitgliedstaaten, selbst Impfstoff zu bekommen», sagte von der Leyen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Sie unterstrich die finanzielle Unterstützung der EU an die internationale Covax-Initiative, die ärmeren Ländern Zugang zum Impfstoff eröffnet. «Die EU hat 2,2 Milliarden Euro in diese Initiative investiert. Covax hat bereits 30 Millionen Impfdosen in 52 Länder geliefert.» Der EU-Mechanismus, um Impfstoff direkt mit anderen Ländern zu teilen, werde aber erst starten, wenn wir eine bessere Produktionslage in der EU haben«.

Die Kommissionschefin hatte im Frühjahr 2020 offensiv dafür geworben, allen Menschen auf der Welt Zugang zu Impfstoffen gegen Covid-19 zu bieten. Vorerst entfällt der Grossteil der Impfungen jedoch auf reiche Industrieländer.

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