Alphabet

Brüssel macht Druck bei Alphabet: Mehr als nur «Hey Google»

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Belgien,

Die Europäische Kommission macht im Streit mit Google um KI-Optionen für Android-Nutzer sowie die Weitergabe von Daten an Suchmaschinen verbindliche Vorgaben an den US-Konzern. Es gilt, die Marktmacht von Google zu beschränken.

Die EU-Kommission will Google dazu verpflichten, Daten mit Drittanbietern von Suchfunktionen zu teilen. Ziel ist es, den Nutzern in Europa eine breitere Auswahl an KI- und Suchdiensten ...
Die EU-Kommission will Google dazu verpflichten, Daten mit Drittanbietern von Suchfunktionen zu teilen. Ziel ist es, den Nutzern in Europa eine breitere Auswahl an KI- und Suchdiensten ... - KEYSTONE/DPA/BRITTA PEDERSEN

Google muss laut Mitteilung der Wettbewerbshüter in Brüssel damit beginnen, Daten mit Drittanbietern von Suchfunktionen zu teilen, darunter auch KI-Chatbots. Zudem muss der Tech-Riese konkurrierenden KI-Assistenten vollen Zugang zu den Funktionen des Google-Betriebssystems Android gewähren.

Ziel der Massnahmen sei es, europäischen Nutzerinnen und Nutzern eine breitere Auswahl an KI- und Suchdiensten zu ermöglichen, erklärte die Kommission.

Konkret sollen Menschen ihren bevorzugten KI-Assistenten auf Android-System per Sprachbefehl aktivieren können, ähnlich wie mit «Hey Google». KI-Dienste sollen zudem in der Lage sein, Aktionen wie Taxibuchungen in Apps auszuführen. Bislang behält Google laut EU-Kommission diese Möglichkeiten weitgehend etwa seinem eigenen KI-Angebot Gemini vor.

Die zweite Entscheidung betrifft das Teilen von Daten zu Suchanfragen, Rangfolgen in den Ergebnissen sowie Klick- und Nutzungsverhalten. Der Austausch mit Drittanbieter-Suchmaschinen sei entscheidend für deren Entwicklung und Optimierung, so die Kommission. Ihr Ziel ist es, dass kleinere Suchmaschinen und KI-Chatbots trotz der dominierenden Marktstellung von Google eine Chance im Wettbewerb haben.

Der Tech-Riese wies die Vorgaben wegen Datenschutzbedenken erneut zurück. «Die heutigen Entscheidungen bergen die Gefahr, dass wichtige Schutzmechanismen für die Privatsphäre und Sicherheit von Millionen Europäern untergraben werden», hiess es vom Unternehmen.

Besonders besorgniserregend sei, dass die privaten Suchanfragen der Europäer unbekannten Unternehmen zugänglich gemacht würden. Die EU-Kommission betonte hingegen, dass die Entscheidung eine Anonymisierung der Suchdaten sicherstelle und eine mehrschichtige Methode dafür festlege.

Die Massnahmen zu Suchdaten muss Google laut Kommission ab Januar 2027 umsetzen, beim Android-System ab Juli 2027. Die Vorgaben basieren auf dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act – DMA), mit dem die EU die Macht grosser Online-Plattformen begrenzen will. Google gehört zu den sogenannten Gatekeepern («Torwächtern»), die wegen ihrer dominanten Stellung besonderen Regeln unterliegen.

Kommentare

User #1763 (nicht angemeldet)

Gross Kompliment, BRAVO EU Brüssel, auch Bern x-mal gemeldet, 0 getan, lang- sam, mühsam. Oder: Microsoft tägl. -Artikel lese, Email, Block: "Neustart" oder in wenig Minuten ausgeloggt. So freche Buden.

User #4792 (nicht angemeldet)

ohhh brüssel,EU selber nichts zu bieten in solchen bereichen,KI daselbe aber anderen sagen wies sein muss,ersetzt mal eure kupferkabel dann merkt ihr was geht,aber reden täglich bringt gar nichts

Weiterlesen

Bauarbeiter
120 Interaktionen
Nur Helm schützt
a
788 Interaktionen
«In Irre geführt»

MEHR IN NEWS

Zürich
Domat/Ems GR
Iran greift hormus
1 Interaktionen
Vergeltung
Deutschland
2 Interaktionen
Berlin

MEHR ALPHABET

Alphabet Aktie
4 Interaktionen
Druck
weko google
1 Interaktionen
Brüssel
alphabet aktie
2 Interaktionen
16 Prozent
alphabet aktie
1 Interaktionen
Kursaufschwung

MEHR AUS BELGIEN

a
9 Interaktionen
Knappe Pleite
ukraine
3 Interaktionen
Brüssel/Kiew
Champions League
2 Interaktionen
Sommer patzt
abwehr
26 Interaktionen
Brüssel