EU

EU-Kommissarin trotzt Impf-Kritik

DPA
DPA

Deutschland,

Die Impfstrategie der Europäischen Union wurde und wird vielfach kritisiert. Eine EU-Kommissarin verteidigt das Vorgehen.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Foto: Johanna Geron/Pool Reuters/AP/dpa/Archiv
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Foto: Johanna Geron/Pool Reuters/AP/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • EU-Kommissarin Stella Kyriakides weist die andauernde Kritik an der Impfstoffbeschaffung durch die Europäische Union als unberechtigt zurück.

«Die europäische Impfstrategie ist ein Erfolg», sagte die christdemokratische Politikerin aus Zypern der «Augsburger Allgemeinen» (Montag).

Vor zehn Monaten habe niemand geglaubt, dass so schnell wirksame und sichere Impfstoffe zur Verfügung stünden. «Es ist also falsch zu behaupten, dass wir nur Fehler gemacht hätten.» Weiter sagte sie, ohne die EU hätten die Bürger in allen 27 Mitgliedstaaten unabhängig von Grösse und Wirtschaftskraft wahrscheinlich keinen Zugang zu Impfstoffen bekommen.

Kyriakides kündigte ausserdem ein Schnellverfahren an für Fälle, in denen zugelassene Impfstoffe an Virusvarianten angepasst werden müssen. Nachgebesserte Impfstoffe müssten so nicht mehr den ganzen Zulassungsprozess durchlaufen. «Es wird also schneller gehen, geeignete Impfstoffe verfügbar zu haben, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen.»

Kyriakides kündigte an, dass bis Ende Juni 300 Millionen Dosen der bislang drei zugelassenen Impfstoffe für mehr als ein Drittel der EU-Bürger zur Verfügung stünden. «Diese Zahl könnte sich sogar noch erhöhen, wenn der Impfstoff von Johnson&Johnson hinzukommt.» Sie bilanzierte: «Wir haben trotz aller Hindernisse keine Zeit vergeudet.»

Vor allem in Deutschland, aber auch in anderen EU-Staaten hatte es in den vergangenen Wochen Kritik am schleppenden Impfstart sowie den Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller gegeben. Diese Woche räumte die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen wegen des Mangels an Corona-Impfstoff erneut Versäumnisse ein und kündigte Korrekturen an. So will sie die Zulassung von Impfstoffen beschleunigen und die Produktion in Europa ausbauen.

Kommentare

Weiterlesen

Trump Kurden Iran USA
Telefon mit Trump
spitalpersonal
101 Interaktionen
Vor allem auf Notfall

MEHR IN NEWS

USA Deutschland
1 Interaktionen
Historischer Vertrag
lutnick
«Nichts gemacht»
Gisèle Pelicot
Missbrauchsopfer

MEHR EU

13 Interaktionen
Bern
Europäische Menschenrechtskonvention
5 Interaktionen
Brüssel
Asylwesen
6 Interaktionen
Valetta
Zypern
109 Interaktionen
Briten-Basis

MEHR AUS DEUTSCHLAND

2 Interaktionen
Mönchengladbach
Jimi Blue Ochsenknecht
25 Interaktionen
Offene Rechnungen
reichsbürgre
20 Interaktionen
Mühlhausen
Flüge
13 Interaktionen
Frankfurt/Dubai/Berlin