EU

EU-Gesundheitsbehörde besorgt über ungeklärte Hepatitis-Fälle

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Schweden,

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat sich besorgt über jüngste Fälle ungeklärter Hepatitis-Erkrankungen bei Kindern gezeigt. Angesichts des unbekannten Auslösers und der potenziell schweren Auswirkungen handle es sich um ein «Besorgnis erregendes Gesundheitsereignis».

Kindern Hepatitis
Hepatitis-B-Viren (rot) in einer Elektronenmikroskop-Aufnahme. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP CDC/ERSKINE PALMER

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie die ECDC am Donnerstag erklärte, hatten seit Ende März mehrere Länder Fälle der Lebererkrankungen bei Kindern gemeldet, in denen der Krankheitserreger unbekannt war.

Die ersten Fälle traten in Grossbritannien auf, weitere Fälle gab es in anderen europäischen Ländern, in den USA, Israel und Japan. Insgesamt wurden laut ECDC bislang 191 derartige Fälle registriert.

In der Schweiz ist laut des Vereins Hepatitis Schweiz vorerst kein Fall bekannt geworden, allerdings in den Nachbarländern Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich.

Die Fälle in der EU seien bisher sehr vereinzelt, es zeichne sich keine klare Tendenz ab, erklärte die Gesundheitsbehörde. Das Risiko für Kinder in Europa könne derzeit «nicht präzise eingeschätzt werden». Da die Hepatitis-Erkrankungen in mehreren Fällen zu einem schweren Leberversagen führten und Transplantationen notwendig waren, würden die möglichen Auswirkungen auf die minderjährige Bevölkerung jedoch als erhöht eingeschätzt.

Die Hepatitis-Erkrankungen traten bei Kindern im Alter von einem Monat bis 16 Jahren auf. Betroffen waren vor allem Kinder unter zehn Jahren, am häufigsten erkrankten unter Fünfjährige. Die grosse Mehrheit der betroffenen Kinder war vor der Erkrankung gesund. Zu den ersten Symptomen zählten Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Gelbsucht.

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die bei gesunden Kindern nur selten auftritt. Experten schliessen einen Zusammenhang der jüngsten Fälle mit Corona-Impfungen aus, da die meisten betroffenen Kinder nicht geimpft waren. Es gibt auch keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Schmerzmittel Paracetamol, das bei einer Überdosierung zu Leberversagen führen kann. Laut ECDC gilt als «Arbeitshypothese» ein möglicher Zusammenhang mit Adenoviren - weit verbreiteten Erkältungsviren, die normalerweise nur leichte Erkrankungen auslösen.

Mehr zum Thema:

Weiterlesen

x
129 Interaktionen
Mehr Menschen
buben
394 Interaktionen
«Kaum Zeit»

MEHR IN NEWS

hormus
US-Militär:
der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj
Kiew
Hitze Temperaturen
57 Interaktionen
Hitzetag ohne Rekord

MEHR EU

12 Interaktionen
Brüssel
22 Interaktionen
Brüssel
merz
9 Interaktionen
Brüssel
29 Interaktionen
Brüssel

MEHR AUS SCHWEDEN

xcv
6 Interaktionen
Stockholm
Löwen
9 Interaktionen
König des Tierreichs
Schweden
3 Interaktionen
Stockholm