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    Ein Bankräuber will für die AfD ins Parlament – Partei schockiert

    Vivian Balsiger
    Vivian Balsiger

    Deutschland,

    Der «grösste Fehler seines Lebens»: AfD-Kandidat Sascha Gläser überfiel 2012 eine Bank in Duisburg. Die Partei will davon nichts gewusst haben.

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    2012 war Sascha Gläser Bankräuber, heute kandidiert er für die AfD. Die Partei will davon nichts gewusst haben. - www.afd-mv.de / keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • AfD-Kandidat Sascha Gläser wurde 2013 wegen Bankraubs verurteilt.
    • Die Partei gibt an, von seiner Vergangenheit nichts gewusst zu haben.
    • Bei einem Wahlsieg soll Gläser auf sein Mandat verzichten.

    Sascha Gläser will als AfD-Direktkandidat im Wahlkreis 7 in Mecklenburg-Vorpommern in den Landtag. Was in seinem Wahlkampfauftritt fehlt: seine Vergangenheit als Bankräuber.

    2013 wurde er nämlich zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Partei will davon nichts gewusst haben.

    Auf der Website der AfD präsentiert sich Gläser als erfahrene Führungskraft.

    Er schreibt: «Als gelernter Informationselektroniker, langjähriger Teamleiter und IHK-Ausbilder habe ich gelernt, auch in schwierigen Situationen Überblick zu bewahren, Verantwortung zu tragen und Dinge wieder in die richtige Richtung zu führen. Seit zwölf Jahren bin ich in leitender Funktion tätig.»

    Das Einzige, was er aussen vorlässt: seine kriminelle Vergangenheit.

    AfD-Kandidat überfiel Bank mit Fake-Pistole

    Am 19. Dezember 2012 betritt ein Mann eine Volksbank in Duisburg-Rumeln. Er öffnet seine Jacke, zeigt der Kassiererin eine vermeintliche Schusswaffe und fordert Bargeld.

    Besonders brisant: Der Täter trägt keine Maske. Die Polizei beschreibt ihn als «gepflegte Erscheinung mit kurzen Haaren mit einem Ansatz von Geheimratsecken».

    Schon am nächsten Tag wird er gefasst: Es ist Sascha Gläser. Die «Pistole» ist keine echte Waffe, sondern laut Berichten ein Feuerzeug in Pistolenform.

    «Grösster Fehler seines Lebens»

    Später sagt Gläser zur «Ostsee-Zeitung»: «Rückblickend war die Tat Ausdruck einer persönlichen Krise und einer Flucht aus meinem Lebensumfeld.» Er habe in einer «toxischen Beziehung» gelebt.

    Die Tat bezeichnete er als den «grössten Fehler seines Lebens».

    Die Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigte gegenüber «Bild», dass Gläser der Täter ist. Das Amtsgericht Duisburg verurteilte ihn am 20. März 2013 wegen schwerer räuberischer Erpressung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft.

    Heute ist die Verurteilung wegen abgelaufener Fristen nicht mehr im deutschen Strafregisterauszug einsehbar.

    peters
    Für CDU-Landeschef Daniel Peters ist Gläsers Kandidatur eine Steilvorlage. - keystone

    Der AfD-Landesvorstand soll aus diesem Grund erst nach der Aufstellung der Kandidatenliste von der Straftat erfahren haben.

    AfD-Co-Landeschef Enrico Schult sagte gegenüber «Bild»: «Das hat uns total überrascht. Ich bin völlig schockiert.»

    In Gläsers polizeilichem Führungszeugnis (in der Schweiz: Strafauszug) habe nichts gestanden.

    Sollte Sascha Gläser für die AfD kandidieren dürfen?

    Von der Liste könne Gläser nun nicht mehr gestrichen werden. Deshalb erwartet die Partei, dass er im Fall eines Wahlerfolgs auf sein Mandat verzichtet. Dies habe er bereits angekündigt.

    Schult: «Zwar gilt er juristisch als resozialisiert, aber für Politiker gelten ganz klar andere Massstäbe.»

    CDU schiesst gegen AfD

    Der CDU-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, nutzt den Fall für einen Angriff auf die AfD.

    Gegenüber «Bild» sagt er: «Die AfD gibt sich als Partei von Recht und Ordnung – und schickt einen verurteilten Bankräuber ins Rennen um den Landtag. Bürgerlich ist daran gar nichts.»

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    Kommentare

    User #5400 (nicht angemeldet)

    Ja der Zuspruch zu Partei zeigt das Niveau der Leute. Billige mieten Billige Krankenkasse Kostenlose Kitas. Kostenlose essen. Billig Strom Billige Energie Billige Lebensmittel für Rentner Kosten Faktor 3.5 Milliarden Euro Ladesvermögen 16 Milliarden Veraltete Bevölkerung schwache Industrie. Warum sagt der AFD Chef auf fragen wie sie das finanzieren wollen. Das versprach in der Schweiz die SVP auch nur komisch auch hier steigen die Lebenshaltungskosten. Und das in der direkten Demokratie. Aber an allem sind natürlich nur die linken schuld

    User #6151 (nicht angemeldet)

    Jetzt wird sich offenbar noch an den letzten Strohhalm versucht zu klammern, die AfD zu verhindern. Es wird euch aber nicht gelingen, die AfD ist nicht mehr aufzuhalten.

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