Drittes Zugunglück in Spanien in einer Woche

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Spanien,

    In Spanien hat sich nun innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne ein drittes Zugunglück ereignet. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.

    Zugunglück in Spanien
    Erneut ein Zugunglück in Spanien: Innerhalb weniger Tagen forderten drei schwere Unfälle mehr als 40 Menschenleben. - keystone

    Spanien erlebt aktuell eine beispiellose Serie von Zugunglücken. Nach zwei tödlichen Unfällen ereignete sich erneut ein Zugunglück in Spanien: Ein Pendlerzug kollidierte am Donnerstag mit einem Baukran.

    Bei der in Südspanien gelegenen Stadt Cartagena rammte ein Regionalzug einen Kran, der in den Gleisbereich ragte. Laut der Bahngesellschaft Renfe wurden mehrere Menschen leicht verletzt, wie «T-Online» berichtet.

    Hast du schon einmal einen Zugunfall miterlebt?

    Der Ausleger des Krans stand im Bereich der Gleise. Die Passagiere kamen überwiegend mit dem Schrecken davon, wie das Portal weiter schreibt.

    Katastrophe von Adamuz fordert 43 Tote

    Das schwerste Zugunglück in Spanien ereignete sich am 18. Januar bei Adamuz. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten auf frisch renovierter Strecke, berichtet das «ZDF».

    Ein Iryo-Zug entgleiste auf gerader Strecke und geriet aufs Gegengleis. Dort prallte er mit einem entgegenkommenden Alvia-Zug zusammen, wie «Euronews» meldet.

    Mindestens 43 Menschen starben, rund 150 wurden verletzt. Die Waggons stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter, schreibt der «Tagesspiegel».

    Schienenbruch als mögliche Ursache

    Verkehrsminister Óscar Puente bezeichnete den Unfall als «äusserst seltsam» und «schwer zu erklären», berichtet die «NZZ». Die Strecke sei erst im Mai 2025 für 700 Millionen Euro renoviert worden.

    Zugunglück in Spanien
    Beim Zugunglück in Adamuz kamen mehr als 40 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. - keystone

    Ermittler fanden einen Schienenbruch an einer Schweissstelle. Ob dieser das Unglück auslöste oder dessen Folge war, ist noch unklar.

    Passagiere hatten schon Wochen zuvor vor starken Vibrationen gewarnt. In sozialen Medien kursierten Videos, die auf Sicherheitsrisiken hinwiesen, wie «L'essentiel» berichtet.

    Weiteres Zugunglück in Spanien

    Nur drei Tage nach Adamuz starb bei Barcelona ein Lokführer bei einem weiteren Zugunglück in Spanien. Eine einstürzende Mauer traf seinen Regionalzug während eines Sturms, meldet das «ZDF».

    Mindestens 37 Passagiere wurden verletzt. Der Nahverkehr in Katalonien wurde vorübergehend eingestellt, wie die Zeitung weiter schreibt.

    Zugunglück in Spanien
    In Katalonien ist eine Person am Dienstag bei einem weiteren Zugunglück in Spanien gestorben. - keystone

    Die Mauer war bei starkem Regen und Wind auf die Gleise gestürzt. Der Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen.

    Gewerkschaften rufen zu Streik auf

    Als Reaktion auf die Unfälle kündigten spanische Zugführergewerkschaften Streiks an. Die Sicherheit der Infrastruktur werde scharf kritisiert, berichtet «T-Online».

    Die spanische Regierung rief Staatstrauer aus. Die Untersuchungen zu den Unfallursachen dauern an.

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