Sechsjährige verliert in Spanien Familie im Zugunglück

Melisa Zec
Melisa Zec

Spanien,

Ein sechsjähriges Mädchen überlebt als Einzige ihrer Familie das Zugunglück bei Adamuz mit 41 Toten. Ganz Spanien trauert um das Schicksal der Kleinen.

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Die Sechsjährige verlor in Spanien in den zerschmetterten Waggons ihre Eltern sowie ihren 12-jährigen Bruder und Cousin. - keystone

Das Schicksal eines sechsjährigen Mädchens rührt Spanien nach dem verheerenden Zugunglück mit mindestens 41 Toten zutiefst. Die Kleine überlebte als Einzige ihrer Familie die Katastrophe bei Adamuz nahe Córdoba, berichtet «n-tv».

Die Sechsjährige verlor in den zerschmetterten Waggons ihre Eltern José Zamorano und Cristina Álvarez sowie Bruder Pepe und Cousin Felix. Sie entkam mit einer Platzwunde am Kopf, wie die «Bild» schreibt.

Die Familie kehrte von einem Real-Madrid-Spiel und dem Musical «Der König der Löwen» zurück, als das Unglück geschah.

Entgleisung von vier Waggons

Am Sonntagabend entgleisten die letzten vier Waggons eines Hochgeschwindigkeitszugs der Iryo-Linie in Spanien. Das Unglück geschah laut «Euronews» nahe dem Ort Adamuz.

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Ein entgegenkommender Renfe-Zug aus Madrid nach Huelva prallte frontal mit über 200 km/h auf die entgleisten Wagen, heisst es weiter.

Die Kollision zerriss die Waggons und schleuderte sie eine steile Böschung hinab in ein felsiges Gelände. Lokführer Pablo B. des Renfe-Zugs starb sofort, so «Euronews».

43 Personen in Spanien nach Unglück weiterhin vermisst

Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf 41, wie Andalusiens Regierungschef Juan Manuel Moreno bestätigte und die «Bild» berichtete. Über 120 Verletzte wurden in Spitäler gebracht.

43 Personen gelten weiterhin als vermisst, vor allem aus den zerstörten Waggons. Bürgermeister José Carlos Hernández Casino von Punta Umbría ordnete drei Tage Staatstrauer an.

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Bürgermeister José Carlos Hernández Casino (zweiter von links) von Punta Umbría in Spanien ordnete drei Tage Staatstrauer an. - keystone

Die genaue Ursache des Zugunglücks bei Adamuz bleibt ungeklärt, ein Terroranschlag ist von Behörden ausgeschlossen worden. Ermittler prüfen nun Räder, Schienenweichen und eventuelle technische Defekte, wie die «Bild» betont.

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