Deutscher Stadtrat plant Swingerparty im Rathaus
Der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat will eine Swingerparty im Rathaus feiern. Notfalls will er für die Bewilligung vor das Bundesverfassungsgericht.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Stadtrat Julien Ferrat plant eine Swingerparty im Rathaus von Mannheim.
- Er wirbt stets dafür, nicht nur von Bürgernähe zu sprechen, sondern sie auch zu leben.
- Mit der Party will er zudem für ein kommunal verwaltetes FKK-Swinger-Paradies werben.
Julien Ferrat ist wohl einer der bekanntesten deutschen Regionalpolitiker: Der Stadtrat von Mannheim fällt immer wieder mit unkonventionellen Vorschlägen auf. So lud er im vergangenen Jahr zu einer Bildungsreise in ein FKK-Swinger-Paradies in der französischen Stadt Agde.
Nun schreibt er wieder Schlagzeilen: Denn er plant, eine politische Swingerparty im Rathaus zu feiern.
In einer Medienmitteilung schreibt Ferrat: «Das Rathaus ist zentral gelegen und somit für Swingerpartys perfekt geeignet.» Ihm sei es wichtig, nicht nur abstrakt von Bürgernähe zu sprechen, sondern sie auch praktisch zu leben. Die Veranstaltung richte sich an Bürger, die Kommunalpolitik von einer neuen Seite erleben möchten.
Und mit der Party will er auf eine seiner Ideen aufmerksam machen: ein von der Stadt verwaltetes FKK- oder Swinger-Paradies wie in Agde.
Denn diese Stadt nehme jährlich Millionen durch den FKK-Swinger-Tourismus ein, schreibt Ferrat. Durch Eintritte in das FKK-Swinger-Paradies, durch im Paradies aktive Unternehmen sowie durch Einnahmen von Hotels und Gastronomie ausserhalb.
Ferrat schreibt in der Mitteilung: «Mit der Protestaktion einer politischen Swingerparty soll dieser kommunalpolitischen Forderung Nachdruck verliehen werden.»
Julien Ferrat: Notfalls bis vor Bundesverfassungsgericht
Gegenüber «SWR» teilt die Stadt Mannheim mit, dass ihr von der Veranstaltung keine Informationen vorliegen. Es bestünden jedoch basierend auf den bisher bekannten Informationen «erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit und Durchführbarkeit» der Pläne.
Stadtrat Julien Ferrat ist sich der möglichen Schwierigkeiten bewusst und teilt mit: «Es gibt keine Hausordnung oder kommunale Satzung, die Swingerpartys im Rathaus explizit verbietet.» Zudem sei es «juristisches Neuland».
Sollte der Event verboten werden, plane er, rechtlich dagegen vorzugehen. «Notfalls ziehe ich bis vor das Bundesverfassungsgericht.»















