Jetzt hilft bei der Dargebotenen Hand eine KI

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Dargebotene Hand auf der Nummer 143 setzt neu auf einen KI-Chatbot. Er soll einspringen, wenn keine menschliche Beratung verfügbar ist.

    Mann Handy
    Bei der Dargebotenen Hand kommt seit Anfang Oktober ein Chatbot ergänzend zur menschlichen Chatberatung zum Einsatz, wenn gerade keine Beratungsperson verfügbar ist. - depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nur jede vierte Chatanfrage bei der Dargebotenen Hand kann derzeit beantwortet werden.
    • Seit Anfang Oktober kommt deshalb ein KI-Chatbot zum Einsatz.
    • Bei Krisen und suizidalen Äusserungen folgt die KI einem festgelegten Ablauf.
    • Die menschliche Beratung soll trotzdem weiter ausgebaut werden.

    Wer sich mit Sorgen und Problemen an die Dargebotene Hand wendet, erreicht im Chat längst nicht immer einen Menschen. Nur jede vierte Chatanfrage könne derzeit beantwortet werden, teilt die Organisation 143.ch mit.

    Nun soll künstliche Intelligenz einen Teil dieser Lücke schliessen.

    KI springt ein, wenn niemand verfügbar ist

    Seit Anfang Oktober setzt die Dargebotene Hand in der Deutschschweiz einen KI-Chatbot ein.

    Dieser kommt zum Zug, wenn gerade keine menschliche Beratungsperson verfügbar ist. Auch ausserhalb der Chat-Öffnungszeiten von 10 bis 22 Uhr steht er zur Verfügung.

    Würdest du dich in einer persönlichen Krise einem KI-Chatbot anvertrauen?

    Der Bot soll dabei ausdrücklich kein Ersatz für Menschen sein. Er diene vielmehr als Brücke, damit Ratsuchende nicht einfach abgewiesen würden, wenn gerade niemand für ein Gespräch verfügbar sei.

    «Trotz Einsatz eines Bots bleibt das Ziel klar: mehr echte Gespräche, mehr erreichbare freiwillige Mitarbeitende und mehr Unterstützung von Mensch zu Mensch», schreibt die Organisation.

    Was passiert bei Suizidgedanken?

    Besonders sensibel ist der Einsatz der künstlichen Intelligenz bei Menschen in akuten Krisen. Bei suizidalen Äusserungen folgt der Chatbot deshalb einem vordefinierten Ablauf. Dieser beinhaltet laut 143.ch eine Einschätzung der Dringlichkeit sowie Hinweise auf entsprechende Notfallangebote.

    Die Organisation betont zudem, dass für Nutzerinnen und Nutzer klar erkennbar sei, dass sie mit einer KI schreiben.

    Farbige Hände berühren sich.
    Die dargebotene Hand hilft bei psychischen Leiden wie auch alltäglichem Stress. - 143.ch

    Der Bot täusche keine menschliche Beziehung vor und lerne auch nicht aus den Gesprächen. Seine Antworten basierten auf geprüften und kuratierten Inhalten.

    Dargebotene Hand sucht weiterhin Menschen

    Trotz der neuen Technik will 143.ch die menschliche Beratung ausbauen. Anfang 2027 startet ein neuer Ausbildungskurs für freiwillige Mitarbeitende.

    Erfahrungen mit der verwendeten Technologie gibt es bereits aus Finnland. Eine Partnerorganisation führte dort innert zehn Monaten rund 25'000 Gespräche über das System.

    Laut der Dargebotenen Hand wurden 91 Prozent der bewerteten Nachrichten des Bots positiv beurteilt.

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    Kommentare

    User #3116 (nicht angemeldet)

    Ki kostet nichts und braucht keine büros, der mensch ist ihr egal, man kann auch danach sie installiert ist alle immobilien verkaufen usw.

    User #6472 (nicht angemeldet)

    KI ist günstiger und erzählt den jungen den gleichen Blödsinn wie der Psychologe. Hauptsache kostet weniger!

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