Swingerclub im Wohngebiet sorgt für rote Köpfe!

Redaktion
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Lyss-Aarberg,

Aufregung im Berner Seeland: Mitten im Wohngebiet wird ein Swingerclub betrieben. Die Gemeinde wurde aktiv – zu Recht?

studen swingerclub
In Studen sorgt ein Swingerclub in einem Wohngebiet für grossen Wirbel. (Symbolbild) - depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • In Studen BE herrscht Aufregung wegen eines Swingerclubs im Wohngebiet.
  • Gegen diesen lehnt sich nun Widerstand auf. Die Erotik sorgt für rote Köpfe und soll weg.
  • So einfach könnte dieses Unterfangen jedoch gar nicht mal sein.

«Wir wollen hier keinen Sexclub!»

So deutlich äussert sich ein Gemeinderat der Seeländer Gemeinde Studen. Doch woher kommt diese Aufregung in dem 3600-Seelen-Ort?

Streitpunkt ist eine Räumlichkeit oberhalb einer Schreinerei. Diese befindet sich in der Wohnzone. Gegenüber dem «Bieler Tagblatt» bringt es Bauverwalter Roland Känel auf den Punkt: «Im Lokal wurde ein Swingerclub betrieben.»

studen bern
Blick auf die Gemeinde Studen im Kanton Bern. - Gemeinde Studen

Dies sei vonseiten der Gemeinde lange unbemerkt geblieben. Ein Tipp aus der Bevölkerung habe das Ganze jedoch aufgedeckt.

Behörden greifen ein

Wie die Zeitung weiterschreibt, gab es im Netz Anzeigen, in denen Räume für erotische Stunden sowie Sexpartys angeboten wurden. Mittlerweile sind diese verschwunden, die Gemeinde war aktiv geworden.

Eigentlich sollte an dieser Stelle aus einem Lager ein Eventlokal werden. Dafür gab es eine Baubewilligung.

Hältst du einen Swingerclub mitten im Wohngebiet für angebracht?

Diese wird nun aber zurückgezogen. Bauverwalter Känel erklärt, die Gemeinde sehe in einem Swingerclub eher ein «Sexgewerbe» als eine Eventlokalität. Ersteres ist im Wohngebiet gemäss Baureglement verboten. Seit Ende letzten Jahres ist nach einer Ansage der Bauverwaltung Ruhe.

Handelt es sich überhaupt um Sexgewerbe?

Die Besitzerin der Liegenschaft wisse nichts von einem Swingerclub. Der Schreiner, der die besagte Räumlichkeit untervermietet, dementiert gemäss «Bieler Tagblatt» eine Beteiligung an einem solchen Club. Ein solches Etablissement existiert derzeit nicht, sagt er.

Ob die Unterbindung dieses erotischen Treibens durch die Gemeinde überhaupt rechtens ist, ist derweil unklar. Wenn kein Geld für Sexdienste im Umlauf ist, gilt es nicht als Prostitution. In den nächsten Wochen wird in diesem Fall weiter entschieden.

Kommentare

User #1729 (nicht angemeldet)

"Seitensprung Sweats" und Eventlokale dieser Art gibt es Schweiz weit. Manche sogar mitten im Wohngebiet. Die Besucher dort verhalten sich bei Anreise selbst diskret und unauffällig. Ebenso die Betreiber auf hoch professionelle Weise selbst. Solche Etablissements haben NICHTS mit Prostitution zu tun! Gleichgesinnte treffen sich alle auf einvernehmlicher Weise ohne finanzielles Interesse. Party etwas freizügiger in geschütztem Raum. Open minded people, gegenseitige Toleranz und Akzeptanz im Geist unserer Zeit. Der Gemeinderat sollte über den Tellerrand schauen und im Jahr 2026 ankommen! Einfach mal selbst besuchen! Wir wohnen direkt daneben und hätten es selbst nie bemerkt, wenn wir von den dort statt findenden Events nicht in UNSEREN speziell dafür vorgesehenen Foren und Platformen erfahren hätten. Sowas wird nur "unter uns" im dafür vorgesehenen ebenfalls geschützten Raum kommuniziert. Wir wollen keine Störung durch nicht involvierte Öffentlichkeit. Die "Petzer" müssen offensichtlich einen persönlichen Groll gegen die Betreiber oder die Lokalität selbst haben. Die Lokalität wird absolut professionell geführt. Ich drücke dem Team die Daumen, dass ihr euer liebevoll errichtetes Lokal in seinem Sinne wieder weiter führen könnt.

User #5214 (nicht angemeldet)

Zur Einordnung: Es handelt sich um einen mietbaren Playroom mit limitierter Personenzahl, hochwertiger Ausstattung und einem klaren Fokus auf Sicherheit und Verantwortung. Das Angebot wird nebenberuflich betrieben und legt besonderen Wert auf einen klar definierten, respektvollen Rahmen. Deshalb ist es ehrlich gesagt schade, wenn ein solches Konzept vorschnell kritisiert wird, offenbar ohne vorher seriös recherchiert zu haben. Ich für meinen Teil hoffe zumindest, dass der Betrieb bald wieder aufgenommen wird!

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