Gewalt

    Deutsche Politikerin fordert Schlagstöcke gegen Schwurbler

    Remo Röthlisberger
    Remo Röthlisberger

    Deutschland,

    Eine deutsche Politikerin (Grüne) hat genug von Corona-Demos. Um Skeptiker zum Schweigen zu bringen, soll die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen.

    Saskia Weishaupt
    Saskia Weishaupt wurde im September in den Deutschen Bundestag gewählt. - saskia-weishaupt.de

    Das Wichtigste in Kürze

    • Saskia Weishaupt ist Grünen-Politikerin aus Deutschland.
    • Nach der jüngsten Corona-Demo in München platzt ihr die Hutschnur.
    • Auf Twitter fordert sie, dass die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzt.

    Auch München bleibt nicht vor den unbewilligten Skeptiker-Demos verschont. Zuletzt liefen die Massnahmen-Kritiker am Mittwoch durch die Strassen der bayrischen Landes-Hauptstadt.

    Corona
    Auch in München hat die Polizei alle Hände voll zu tun mit den Corona-Demonstranten. - keystone

    Die jüngste Protest-Aktion der Schwurbler bringt Grünen-Politikerin Saskia Weishaupt auf die Palme. Auf Twitter äussert sie sich zu der Querdenker-Versammlung, die von zahlreichen Scharmützeln geprägt war.

    Was halten Sie von Corona-Demos?

    Die 28-Jährige macht klar, was sie von den Demonstrationen hält: rein gar nichts! Weishaupt schreibt: «Die Taktik von den Querdenker:innen ist es, sich Stück für Stück die Strasse zu erkämpfen. Die Polizei muss handeln und im Zweifelsfall Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen. Wir dürfen ihnen keinen Millimeter überlassen!»

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    Es dauert nicht lange, und der provokative Tweet der Bundestags-Abgeordneten fliegt ihr um die Ohren. Unter dem Hashtag «#Schlagstocksaskia» wird sie heftig kritisiert. Denn auch in diesem Fall gilt: Das Netz vergisst nie!

    Weishaupt ging 2018 selbst auf die Strasse

    Im Jahr 2018 macht sich Saskia Weishaupt für bürgernahe Gesetzeshüter stark. Sie wolle eine Polizei, die «unsere Rechte achtet», sagte sie damals und demonstrierte für ein entsprechendes Gesetz.

    Saskia Weishaupt
    Die alten Aussagen von Weishaupt sind schnell wieder Thema. - Twitter/@ben_brechtken

    Auch der stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft meldet sich zu Wort.

    Er antwortet auf den Tweet: «Die Polizei muss nach ihren Empfehlungen gar nichts. Die Polizei muss nach rechtlichen Vorgaben handeln. In Ihrem Beispiel unter anderem das Gesetz über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes. Mir grault es, wenn Sie Verantwortung tragen.»

    Ihre Partei äusserte sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Kritik an Weisshaupt.

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