Protest

    Demo zeigt nach Brenner-Sperrung erste Erfolge im Verkehr

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Österreich,

    Nach der Demo am Brenner zeigt sich erstmals Entlastung, ohne erwartetes Verkehrschaos auf der Transitachse.

    Brenner Demo
    Am Brenner führte eine Demo zur stundenlangen Sperrung der wichtigsten Alpen-Transitroute. (Archivbild) - keystone

    Die Brenner-Autobahn war am Samstag rund acht Stunden vollständig gesperrt, berichtet die «Tagesschau». Grund war eine genehmigte Demo gegen Transitlärm und hohe Belastung im Wipptal.

    Rund 5000 Menschen beteiligten sich direkt auf der Fahrbahn am Protest. Sie forderten besseren Lärmschutz, höhere Lkw-Maut und konsequente Fahrverbote entlang der Route.

    War die Brenner-Sperre aufgrund der Demo aus deiner Sicht sinnvoll?

    Verkehrsclubs wie ÖAMTC und ADAC warnten im Vorfeld vor massiven Staus im Alpenkorridor. Behörden in Tirol empfahlen Reisenden frühzeitig, den Brenner grossräumig zu umfahren.

    Demo: Brenner-Sperre ohne Chaos

    Laut dem «SWR3» blieb das befürchtete Chaos während der Sperre jedoch vollständig aus. Viele Autofahrer hätten ihre Reisepläne angepasst und die Region rechtzeitig gemieden.

    Die Polizei registrierte während der Sperre 219 zurückgewiesene Lastwagen am Brennerkorridor, so die «Tagesschau». Nach Angaben des ÖAMTC wird nach der Öffnung wieder deutlich mehr Verkehr erwartet.

    Fast 11 Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen nutzen jährlich die Strecke, berichtet «web.de». Der Brenner gilt damit als eine der wichtigsten und meistbefahrenen Alpen-Transitachsen Europas.

    Belastungstest für Ausweichrouten und Streit um Transitmassnahmen

    Zusätzlich wiesen Verkehrsexperten darauf hin, dass die Sperre auch als Belastungstest für Ausweichrouten diente. Auf regionalen Nebenstrecken kam es laut Behörden zu erhöhter, aber stabiler Verkehrsbelastung ohne grössere Zwischenfälle.

    Österreich kündigte laut der «Tagesschau» Investitionen von rund 150 Millionen Euro in Lärmschutzmassnahmen entlang der Transitachse an. Damit soll die Belastung für die Bevölkerung im Wipptal langfristig reduziert werden.

    Brenner Demo
    Am Brenner kam es wegen einer Demo zu einer Sperrung der Autobahn und massiven Einschränkungen im Transitverkehr. (Archivbild) - keystone

    Italien geht juristisch gegen einzelne Transitbeschränkungen vor und sieht darin mögliche Handelshemmnisse. Vor dem Europäischen Gerichtshof wird deshalb über die rechtliche Zulässigkeit der Massnahmen verhandelt.

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    Kommentare

    User #3161 (nicht angemeldet)

    Vielleicht sollten die Urner (A2) und die Bündner (A13) auch einmal streiken? ;-)

    User #5947 (nicht angemeldet)

    Man kann viel machen... Brennerautobahn bauen und zuschauen, wie sie leer steht, an die Brennerautobahn ziehen und dann erst merken, dass sie da ist, etc.

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