Dänen kamen nach Trump-Drohung mit Sprengstoff nach Grönland
Aus Angst vor einem US-Angriff auf Grönland war das dänische Militär offenbar zur Verteidigung bereit. Und nutzte eine «Arktis-Übung» als Vorbereitungs-Tarnung.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Januar sprach Trump öffentlich über eine mögliche militärische Annexion Grönlands.
- Diese Drohungen nahm Dänemarks Militär ernster, als bisher angenommen wurde.
- Es wurden Blutkonserven und Sprengstoff zur Verteidigung auf die Insel gebracht.
Anfang Januar gingen die geopolitischen Wogen rund um das zu Dänemark gehörende Grönland hoch.
US-Präsident Donald Trump spielte offen mit dem Gedanken, die Insel einzunehmen. Denn: Seiner Meinung nach sei einzig die USA in der Lage, Grönland vor China und Russland zu schützen.
Zuerst bot Trump den Dänen an, ihnen die Insel abzukaufen. Als das nicht fruchtete, drohte er gar mit einem militärischen Einsatz.

Untermalt wurde dies auch immer wieder mit öffentlichen Aussagen Trumps. Und mit Posts auf Truth Social, die die Insel in US-Besitz zeigten.
Dänen-Militär bereitete sich auf Ernstfall vor – mit Sprengstoff
Dagegen wehrte sich nicht nur das grönländische Volk, wie nun bekannt wird. Auch Dänemark hatte offenbar nicht vor, Donald Trump die Insel kampflos zu überlassen.
Wie der dänische Rundfunk «DR» nun berichtet, plante das Militär offenbar die Verteidigung gegen die USA. Und tarnte die Vorbereitungen dafür als «Arktis-Übung».
Denn: Im Gepäck hatten die Truppen, die nach Grönland reisten, auch Sprengstoff, wie mehrere Quellen bestätigen.
Mit diesen wollte man Landebahnen zerstören, sollte es zum Äussersten kommen. So hätte man das Landen von US-Militärflugzeugen erschweren wollen.
«Für eine Übung packt man kein Blut ein»
Ebenfalls nach Grönland gebracht worden seien Blutkonserven. Dies, um im Fall der Fälle Verwundete versorgen zu können.
Eine Quelle erklärt gegenüber «DR» dazu: «Für eine Übung packt man kein Blut ein.»
Das zeige, dass es sich bei der als Übung bezeichneten Operation um eine Ernstfall-Vorbereitung gehandelt habe. «Es war keine Übung, es war ernst», so die Quelle weiter.
Die Soldaten hätten einen sogenannten «königlichen Verteidigungsbefehl» erhalten. Dies sei eine Anweisung, ungeachtet der Siegeschancen im Angriffsfall zu kämpfen.
Nach Trumps Eingriff in Venezuela «explodierte alles»
Ausgelöst wurden die Verteidigungs-Vorbereitungen laut den verschiedenen Quellen durch ein Ereignis auf der anderen Seite des Erdballs.

Trumps militärisches Eingreifen in Venezuela habe die Sorgen um Grönland hochkochen lassen, heisst es.
«Da explodierte alles», so eine Quelle zu «DR». Von diesem Moment an sei klar gewesen, dass die Lage «supergefährlich» sei.




















