Crans-Montana: Italien will als Zivilklägerin auftreten
Wegen dem «direkten Schaden»: Italien steigt im Fall der Brandkatastrophe von Crans-Montana als Zivilkläger ein und fordert Anerkennung für den Einsatz.

Das Wichtigste in Kürze
- Italien will sich im Strafverfahren zur Brandkatastrophe als Zivilkläger beteiligen.
- Italien nennt den Einsatz vieler Ressourcen für die Unterstützung der Opfer als Grund.
- Sechs der Todesopfer sind Italiener, sowie etwa zehn Verletzte.
Italien will im Strafverfahren im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS als Zivilklägerin auftreten. Begründet wird der Schritt mit dem «direkten Schaden», der dem italienischen Staat zugefügt worden sei.
Der Antrag auf Zivilklage wurde laut einer von der Nachrichtenagentur Ansa verbreiteten Mitteilung des Regierungssitzes in Rom vom Vorsitz des Ministerrats über die Staatsanwaltschaft gestellt, die ihrerseits eine Schweizer Anwaltskanzlei beauftragt hat. Vorsitzende des Ministerrats ist Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Mit «direktem Schaden» spielt Italien auf die «erheblichen» Ressourcen an, die vom nationalen Zivilschutzdienst für die medizinische, psychologische und logistische Unterstützung der betroffenen italienischen Staatsangehörigen mobilisiert worden seien.
Bislang habe die Walliser Staatsanwaltschaft keinen entsprechenden Antrag erhalten, teilte sie am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in der Silvesternacht sind 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 Menschen wurden teils schwer verletzt. Sechs der Todesopfer sind Italiener, dazu kommen etwa zehn Verletzte.












