Crans-Montana: Italien will als Zivilklägerin auftreten

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Italien,

Wegen dem «direkten Schaden»: Italien steigt im Fall der Brandkatastrophe von Crans-Montana als Zivilkläger ein und fordert Anerkennung für den Einsatz.

antonio
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani, hier am Tag nach dem Unglück in Crans-Montana, hatte am 13. Januar erklärt, Italien wolle als Zivilklägerin auftreten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Italien will sich im Strafverfahren zur Brandkatastrophe als Zivilkläger beteiligen.
  • Italien nennt den Einsatz vieler Ressourcen für die Unterstützung der Opfer als Grund.
  • Sechs der Todesopfer sind Italiener, sowie etwa zehn Verletzte.

Italien will im Strafverfahren im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS als Zivilklägerin auftreten. Begründet wird der Schritt mit dem «direkten Schaden», der dem italienischen Staat zugefügt worden sei.

Der Antrag auf Zivilklage wurde laut einer von der Nachrichtenagentur Ansa verbreiteten Mitteilung des Regierungssitzes in Rom vom Vorsitz des Ministerrats über die Staatsanwaltschaft gestellt, die ihrerseits eine Schweizer Anwaltskanzlei beauftragt hat. Vorsitzende des Ministerrats ist Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

meloni
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. - keystone

Mit «direktem Schaden» spielt Italien auf die «erheblichen» Ressourcen an, die vom nationalen Zivilschutzdienst für die medizinische, psychologische und logistische Unterstützung der betroffenen italienischen Staatsangehörigen mobilisiert worden seien.

Bislang habe die Walliser Staatsanwaltschaft keinen entsprechenden Antrag erhalten, teilte sie am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in der Silvesternacht sind 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 Menschen wurden teils schwer verletzt. Sechs der Todesopfer sind Italiener, dazu kommen etwa zehn Verletzte.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #1553 (nicht angemeldet)

Ich sage nur Morandi Brücke. Bis heute nicht geklärt und Opfer entschädigt. Gerichtsverfahren noch immer hängig.

User #2185 (nicht angemeldet)

Die Hauptschuldigen werden im Wallis mit Samthandschuhen angefasst. Das versteht keiner, vor allem kein Mensch mit Gerechtigkeitssinn. Die Opfer und deren Vertreter/Innen haben einen äusserst schweren Stand. Die Steuerzahler bezahlen, nicht die Barbetreiberin, nicht der Barbetreiber, nicht die Gemeinde. Zum Glück machen die Italiener Druck.

Weiterlesen

sdf
Crans-Drama
Guy Parmelin
4 Interaktionen
Mailand (I)/Crans-Montana VS

MEHR IN NEWS

helvetia holding
Nach Fusion
ubs
UBS-CFO Tuckner

MEHR AUS ITALIEN

MotoGP 26
Neue Inhalte
biennale venedig
Venedig
1 Interaktionen
Rom
meloni
3 Interaktionen
Rom