Coronavirus: Hersteller ruft Maske «Viral Protect» zurück

    Miguel Pereiro
    Miguel Pereiro

    Deutschland,

    Der deutsche Hersteller der Maske «Viral Protect» gegen das Coronavirus ruft sein Produkt zurück. Im Einfassband wurde das Blutgift Anilin nachgewiesen.

    Coronavirus
    Der Hersteller ruft die Maske Viral Protect der Grössen M und L zurück. Im Einfassband wurde das Blutgift Anilin nachgewiesen. - viral-protect.de

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Hersteller der Maske vom Typ Viral Protect startet einen Rückruf.
    • Im Einfassband wurde ein starkes Blutgift, Anilin, nachgewiesen.

    Die deutsche «Media Chain Products GmbH» ruft eine Charge wegen potenzieller Gesundheitsgefahr seine Atemschutzmasken zurück. Das Unternehmen startete den Rückruf bereits am 9. Dezember wegen einer starken Geruchsentwicklung.

    Nun wurde der Rückruf präzisiert. Im Zuge der Qualitätssicherung habe die chemische Analyse ergeben, dass der Farbstoff Anilin im Einfassband nachgewiesen wurde.

    Blutgift Anilin

    Anilin wird als Ausgangsstoff zur Herstellung von Farbstoffen verwendet und ist ein starkes Blutgift. Es verhindert den Sauerstofftransport im Blut. Das Gift kann durch Schlucken, Einatmen und durch die Haut aufgenommen werden.

    Bei leichten Vergiftungen treten Symptome und Anzeichen in Form von Blaufärbungen der Haut und Fingernägel, Schwindelanfällen und Erregungszuständen auf. Bei höheren Konzentrationen können Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. Es kann auch zu Bewusstlosigkeit, Atemnot und sogar zum Tod führen. Das Gift steht auch im Verdacht, krebserregend zu sein.

    Vom Rückruf betroffen ist die 7-Monats Mundschutzmaske «Viral protect». Diese wurde in Deutschland vom der Drogeriekette «Müller» und über den Online-Shop des Herstellers vertrieben.

    Vom Defekt ist die Charge T100406 – schwarze Masken der Grösse M und L – betroffen. Doch diese sei nur auf der Verpackung ersichtlich. Deshalb soll die Nutzung der Masken umgehend eingestellt werden. Eine Rückgabe ist in jeder deutschen «Müller»Filiale möglich oder direkt beim Hersteller.

    Ob die Masken auch in der Schweiz vertrieben wurden, ist derzeit noch unklar. «Müller» Schweiz hat keinen Rückruf veröffentlicht.

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