Coronavirus

    Bundesgesundheitsminister: Corona-«Sommerwelle ist Realität»

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    Deutschland,

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist besorgt wegen den steigenden Corona-Zahlen. Er spricht von einer «Sommerwelle».

    Karl Lauterbach spricht mit Marco Buschmann (r)
    Karl Lauterbach spricht mit Marco Buschmann (r) - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Karl Lauterbach sei die Corona-Sommerwelle «Realität geworden».
    • Der deutsche Gesundheitsminister rät dazu, in Innenräumen Masken zu tragen.
    • Deutschland meldete zuletzt 92'344 Neuinfektionen innert 24 Stunden.

    «Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden. Das bedeutet auch für die nächsten Wochen wenig Entspannung», sagte Lauterbach der «Rheinischen Post». Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner stieg auf 472,4, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen mitteilte.

    «Weil die aktuelle Virusvariante sehr leicht übertragbar ist und weil fast alle Vorsichtsmassnahmen ausgelaufen sind, verpufft in diesem Jahr der Sommereffekt in der Pandemie», erklärte Lauterbach. «Älteren und Vorerkrankten empfehle ich daher dringend, sich nochmal impfen zu lassen. Das verhindert nicht unbedingt eine Infektion, aber es verhindert schwere Krankheitsverläufe», sagte der Minister.

    Lauterbach empfiehlt, Schutzmasken zu tragen

    Bereits am Dienstag hatte Lauterbach dazu aufgerufen, wegen der sprunghaft steigenden Corona-Zahlen in Innenräumen wieder Schutzmasken zu tragen. Dies und eine vierte Impfung seien die wirksamsten Gegenmittel. In Deutschland erhielten laut Bundesgesundheitsministerium bisher 5,2 Millionen Menschen eine zweite Auffrischungsimpfung. Dies sind 6,3 Prozent der Bevölkerung.

    Corona
    Starke Zunahme der Neuinfektionen in Deutschland. - dpa

    Das RKI bezifferte am Morgen die Zahl der neuen Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden auf 92'344. Nach einem zeitweisen Rückgang im Mai gehen die Infektionszahlen damit wieder massiv nach oben. Die Zahl der neuen Todesfälle wurde mit 112 angegeben. Einen Anstieg gab es auch wieder bei der Zahl der Behandlungen von Corona-Infizierten in Krankenhäusern sowie auf Intensivstationen, wenn auch noch auf deutlich niedrigerem Niveau als in den ersten Monaten des Jahres.

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