Bundesgerichtshof verhandelt über antijüdisches Relief an Wittenberger Stadtkirche

AFP
AFP

Deutschland,

Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe über ein antijüdisches Relief an der Stadtkirche von Wittenberg in Sachsen-Anhalt.

Das antijüdische Relief in Wittenberg
Das antijüdische Relief in Wittenberg - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schmährelief aus dem 13. Jahrhundert war ursprünglich angebracht worden, um Juden und ihre Religion zu demütigen..

Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde klagt darauf, das sogenannte Judensaurelief abnehmen zu lassen. Die evangelische Kirchengemeinde will es bestehen lassen, sie stellte aber eine Informationstafel und ein Mahnmal auf. (Az. VI ZR 172/20)

Das Schmährelief aus dem 13. Jahrhundert war ursprünglich angebracht worden, um Juden und ihre Religion zu demütigen. Es zeigt eine Sau, an deren Zitzen Menschen saugen, die als Juden erkennbar sind. Solche antijüdischen Motive waren im Mittelalter verbreitet und finden sich noch an vielen Kirchen. Das Oberlandesgericht Naumburg entschied 2020, dass der Tatbestand der Beleidigung nicht erfüllt sei. Dagegen zog der Kläger vor den BGH.

Kommentare

Weiterlesen

soziale medien
345 Interaktionen
Auch hier möglich
flug
43 Interaktionen
Neuheit

MEHR IN NEWS

walser kolumne
162 Interaktionen
Ruppig!
Köniz
2 Interaktionen
22 zu 15 Stimmen
Gesundheit Alter
5 Interaktionen
Aufgepasst

MEHR AUS DEUTSCHLAND

behindert
14 Interaktionen
Klage
Verdi
1 Interaktionen
Hamburg
Corona viren
15 Interaktionen
Neue Forschung
hitzesommer
4 Interaktionen
Extreme Hitze