Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat den Umfang des Polizeieinsatzes mit rund 18 000 Beamten rund um den G7-Gipfel verteidigt.
Ein Bundespolizist kontrolliert den Verkehr an der Grenze an der B 23 in Griesen. Der G7-Gipfel ist vom 26. bis 28. Juni 2022 auf Schloss Elmau geplant.
Ein Bundespolizist kontrolliert den Verkehr an der Grenze an der B 23 in Griesen. Der G7-Gipfel ist vom 26. bis 28. Juni 2022 auf Schloss Elmau geplant. - Angelika Warmuth/dpa

Es gehe dabei ja nicht nur um die Demonstrationen sondern auch um Sicherheitsmassnahmen vom Flughafen über München und den Weg zum Gipfel, für weitere Staatsgäste und die Abwehr von Terrorgefahr oder Drohnenangriffen, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Daher sei der Einsatz, der rund 170 Millionen Euro kosten soll, nicht überdimensioniert.

«Es gibt ja gerade bei der heutigen internationalen Lage natürlich eine Vielzahl von anderen Gefährdungen und Risiken, wenn sich hier die herausragendsten Politiker der Welt treffen - und all dem müssen wir entsprechend mit klugen Konzepten von vorneherein begegnen», sagte Herrmann.

Zwar habe es im Vorfeld keine Hinweise auf Drohnenangriffe oder Terroranschläge gegeben. Man könne sich aber nicht darauf verlassen, vorher Hinweise zu bekommen. Daher müsse man solche Veranstaltungen bestmöglich abschirmen.

Zum starken Polizeiaufgebot bei den Demonstrationen, deren Teilnehmerzahl hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, sagte Herrmann: «Wir versuchen Gewalttäter abzuschrecken, aber wir versuchen niemanden von seinem Demonstrationsrecht fernzuhalten und abzuschrecken.» Er sei zufrieden, dass die Demonstrationen am Samstag und Sonntag ohne grössere Gewalttätigkeiten abgelaufen seien.

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