Energie

    Banken erhöhen erneut ihre Unterstützung für fossile Energieträger

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Deutschland,

    Eine neue Studie zeigt: Banken investieren wieder stärker in fossile Energien. Das hat Folgen für die Klimaziele und sorgt für Diskussionen in der Branche.

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    Fossile Energieträger sind nach wie vor ein Klima-Risiko. (Symbolbild) - AFP/Archiv

    Die globale Finanzierung von Kohle-, Öl- und Gasprojekten durch Banken war zuletzt rückläufig. Doch 2024 verzeichnen Experten einen deutlichen Anstieg.

    Laut «Banking on Climate Chaos» erhöhten die 60 grössten Banken ihre fossile Finanzierung um 162 Milliarden US-Dollar. Insgesamt flossen rund 868 Milliarden US-Dollar in die Branche, wie «energiezukunft» berichtet.

    US-Grossbanken stellen ein Drittel der Finanzierung bereit

    JP Morgan Chase bleibt aber der weltweit grösste Geldgeber für fossile Brennstoffe.

    JPMorgan Chase
    Ein Sitz der Grossbank J.P. Morgan Chase. - Keystone

    Die US-Grossbank vergab nämlich allein im vergangenen Jahr 53,5 Milliarden US-Dollar an Unternehmen aus dem Kohle-, Öl- und Gassektor.

    Zusammen stellten US-Banken somit rund ein Drittel der globalen Finanzierung für fossile Energien bereit.

    Kritik von Umweltorganisationen und Experten

    Die Entwicklung sorgt für Kritik von Umweltorganisationen. Allison Fajans-Turner vom Rainforest Action Network sagt laut «energiezukunft», Banken erhöhten mit ihrer Finanzierungspolitik die Risiken für das Finanzsystem.

    Zudem verschärften sie damit die Klimakrise.

    Doch trotz wachsender Naturkatastrophen und wissenschaftlicher Warnungen sei die Unterstützung für fossile Energien gestiegen.

    Deutsche Banken erhöhen Finanzierung

    Auch in Europa gibt es grosse Unterschiede. Die britische Barclays baute etwa ihre fossile Finanzierung deutlich aus.

    Banken wie UBS, Crédit Mutuel und La Banque Postale reduzierten ihre Unterstützung seit 2021 jedoch erheblich.

    UBS Hans-Rudolf Merz
    UBS-Logo am Hauptsitz am Zürcher Paradeplatz. - keystone

    Deutsche Banken wie die Deutsche Bank erhöhten dagegen ihre Finanzierungen wieder. Sie stellte 2024 rund 14,3 Milliarden US-Dollar für fossile Projekte bereit.

    Banken im Spannungsfeld zwischen Klimazielen und Wirtschaftlichkeit

    Banken stehen unter Druck, ihre Geschäftsmodelle nachhaltiger auszurichten. Laut «Deloitte» müssen Banken nicht nur ihre eigenen Emissionen senken.

    Sie sollen vor allem die Emissionen der von ihnen finanzierten Wirtschaftsaktivitäten berücksichtigen.

    Finanziell unterstützte Emissionen machen nämlich etwa 75 Prozent des CO2-Fussabdrucks von Banken aus.

    Europäische Banken zwischen Vorreiterrolle und Nachzüglern

    In Europa zeigt sich ein gemischtes Bild. Während einige Banken ihre fossile Finanzierung reduzieren, investieren andere weiterhin stark in Kohle, Öl und Gas.

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    Die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas ist die Hauptquelle der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen. - Pixabay

    Die Hälfte der 24 untersuchten europäischen Banken vergab 2024 aber weniger Geld an fossile Unternehmen als noch vor vier Jahren. Deutsche Banken zählen laut «energiezukunft» jedoch nicht zu den Vorreitern.

    Die Studie fordert mehr Transparenz und politische Rahmenbedingungen, um die Finanzierung nachhaltiger Projekte zu stärken. Nur so könnten Banken ihrer Rolle als Treiber der Energiewende gerecht werden, wie «Deloitte» betont.

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    Kommentare

    User #1231 (nicht angemeldet)

    das ist gar nicht mal so schlecht!

    User #4514 (nicht angemeldet)

    naja - ich habe diesen Klimazielen nie zugestimmt noch wurden wir gefragt wenn ich mich richtig erinnere - dann macht euch mal schön sorgen und überlegt euch mal warum das jetzt passiert ;)

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