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    Bahn hält Kurs auf Pünktlichkeitsziel

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    Deutschland,

    Mit dem Zug fahren deutlich weniger Menschen als sonst. Das ist schlecht für die Kassen der Bahn, aber es hilft ihr pünktlicher zu werden. Immerhin ein Ziel, das in diesem Jahr erreicht werden dürfte.

    Die Bahn wertet einen Halt als pünktlich, wenn der Zug weniger als sechs Minuten nach Plan eintrifft. Foto: Uwe Zucchi/dpa
    Die Bahn wertet einen Halt als pünktlich, wenn der Zug weniger als sechs Minuten nach Plan eintrifft. Foto: Uwe Zucchi/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Deutsche Bahn lässt ihre Kunden deutlich seltener warten als im vergangenen Herbst.

    Wie im September waren im Oktober 78,8 Prozent der Fernzüge pünktlich, wie ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

    Damit stieg der Pünktlichkeitswert bei ICE und Intercities um 5,8 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2019. Wegen der Corona-Pandemie fuhren mit dem Fernverkehr aber auch nur halb so viele Menschen wie vor der Krise.

    Die Bahn wertet einen Halt als pünktlich, wenn der Zug weniger als sechs Minuten nach Plan eintrifft. Im vergangenen Jahr hatte die Bahn ihr Pünktlichkeitsziel knapp verfehlt.

    In diesem Jahr dürfte sie es erreichen: Ausser im August lag sie bisher stets und teilweise deutlich über dem angepeilten Durchschnittswert von 78 Prozent - auch schon vor der Corona-Krise im Januar und Februar. Nach grossen Problemen mit Verspätungen in den vergangenen beiden Jahren ist eine Rückkehr zum besseren Niveau der Jahre 2016 und 2017 in Sicht.

    Allerdings wird das Bundesunternehmen einen Milliardenverlust einfahren, weil Fahrgäste fehlen. Ob angesichts der November-Beschränkungen für das öffentliche Leben noch weniger Menschen zusteigen, wollte die Bahn nicht mitteilen.

    Das Bundesunternehmen hatte Anfang November angekündigt, bis auf wenige Züge den gewohnten Fahrplan zu fahren. Das helfe den Fahrgästen, unterwegs Abstand voneinander zu halten.

    Die FDP im Bundestag kritisierte das grosse Angebot. «Nahezu leere Geisterzüge durch das Land fahren zu lassen, ist weder im Interesse der Fahrgäste noch des Steuerzahlers», sagte der Verkehrspolitiker Torsten Herbst.

    Die Züge im Fernverkehr fahren in normalen Monaten durchschnittlich etwa 20.000 mal durchs Land, im Nahverkehr der Deutschen Bahn einschliesslich S-Bahn sind es 780.000 Fahrten.

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