KI Kolibri soll Deutschland unabhängiger machen
Das Heidelberger Unternehmen Aleph Alpha bringt mit Kolibri eine neue KI auf den Markt. Das Sprachmodell richtet sich an sensible Anwendungen.

Das neue Modell soll vor allem in der öffentlichen Verwaltung und Industrie eingesetzt werden, wo Datenschutz besonders wichtig ist. Nutzer sollen die Technologie auf eigener Infrastruktur betreiben und dadurch die Kontrolle über sensible Daten behalten.
Aleph Alpha will mit Kolibri zugleich seine Position im europäischen KI-Markt stärken und deutsche Entwicklungskompetenz demonstrieren. Laut «SWR» steht dabei insbesondere die technologische Souveränität Europas im Mittelpunkt.
Das Unternehmen richtet sich damit an Organisationen, die bei KI Wert auf Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle legen. Kolibri soll diese Anforderungen durch eine flexible Nutzung auf eigener Infrastruktur unterstützen.
KI-Modell setzt auf deutsche Sprache
Kolibri wurde speziell für deutschsprachige Anwendungen entwickelt und soll Deutsch besonders effizient verarbeiten können. Mehr als 20 Prozent der Trainingsdaten bestehen aus deutschsprachigen Texten.
Trainiert wurde das Modell auf Recheninfrastruktur in Deutschland und Finnland, wobei auch englische Anwendungen berücksichtigt werden. Nutzer sollen künftig zwischen unterschiedlichen Verarbeitungsstufen wählen und damit Geschwindigkeit und Qualität gegeneinander abwägen können.
Aleph Alpha vergleicht Kolibri mit offenen Modellen von Alibaba, Nvidia und Mistral und verweist auf konkurrenzfähige Ergebnisse. «Handelsblatt» betont allerdings, dass unabhängige Vergleichstests noch ausstehen und die bisherigen Bewertungen deshalb vorläufig bleiben.
Kolibri soll lokal einsetzbar sein
Ein zentraler Vorteil liegt in der Möglichkeit, das Modell direkt auf der Infrastruktur der Kunden zu betreiben. Dadurch richtet sich Aleph Alpha besonders an Organisationen, die ihre Datenverarbeitung selbst kontrollieren möchten.
Veröffentlicht wurde Kolibri am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, was die Bedeutung des Projekts zusätzlich unterstreicht. «ChannelPartner» hebt dabei die Bedeutung lokaler KI-Lösungen für Verwaltung und Industrie hervor.

Aleph Alpha beschäftigt rund 200 Experten an vier deutschen Standorten und plant gleichzeitig eine enge Verbindung mit Cohere. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll souveräne KI für Verwaltung, Finanzen, Verteidigung und Gesundheitswesen entwickeln.












