AfD-Politikerin darf keinen Hund adoptieren
Gegen eine Politikerin der AfD wird wegen Volksverhetzung ermittelt. Jetzt darf sie keinen Hund adoptieren – und das Netz schäumt.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine AfDlerin darf keinen Hund adoptieren. Ein Tierschutzverein begründet die Absage mit der politischen Zugehörigkeit einer Politikerin.
- Die AfDlerin kritisiert, dass die Hündin trotz eines möglichen liebevollen Zuhauses im Tierheim bleibt.
- Auf Facebook wütet jetzt sogar ein Formel-1-Kommentator.
Das ist ein Fall, der für mächtig Wirbel sorgt: Eine AfD-Politikerin will einer Hündin ein neues Zuhause geben. Doch der Tierschutzverein sagt Nein.
Vanessa Behrendt, AfD-Landtagsabgeordnete und ausgebildete Hundetherapeutin, wollte die Hündin Setia adoptieren. Doch daraus wurde nichts. Der Tierschutzverein Fortuna Animali verweigerte ihr die Adoption.
Und die Begründung hat es in sich. In einer Whatsapp-Nachricht teilte der Verein der Politikerin mit: «Aufgrund Ihrer politischen Zugehörigkeit sehen wir von einer Adoption eines ausländischen Hundes an Sie ab!»
Zur Personalie: Gegen Behrendt wird wegen Volksverhetzung ermittelt. Auf X rückte sie die LGBTQ-Bewegung in die Ecke «pädophiler Lobbygruppen»
Auf X macht die Politikerin ihrem Ärger über die misslungene Luft. «Man lässt einen Hund lieber in einem ausländischen Tierheim versauern, als ihm ein liebevolles Zuhause zu schenken. Bloss weil die politische Einstellung nicht passt.»
In einem weiteren Post bekräftigt sie ihr Engagement für Tiere und findet: «Im Tierschutz wie auch im Kinderschutz sollten alle zusammenarbeiten.»
RTL-Mann rastet auf Facebook aus
Der Fall sorgt für heftige Reaktionen. Und einer legte besonders nach. Heiko Wasser, bekannt als Formel-1-Kommentator für RTL, mischte sich ein.
Auf Facebook findet er für den Entscheid des Vereins drastische Worte: «Wer auch immer das entschieden hat, sollte elendig an einer kurzen Leine angebunden auf einem Autobahn-Parkplatz enden.»
Dieser Satz wird selbst zum nächsten Aufreger. Wasser kassiert Kritik und rudert später zurück. «Diese Formulierung war falsch und ich nehme diese Formulierung zurück», schreibt er.
Er habe «über das Ziel herausgeschossen» und betont, kein Anhänger der AfD zu sein.
Doch bei seiner Kritik am Tierschutzverein bleibt Wasser. «Sind wir wirklich so weit, ist unser Land so gespalten, dass man nur noch auf der einen oder auf der anderen Seite stehen kann?»



















