Ausstellung über den Lübecker Tortenfund

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    Sie ist russgeschwärzt, aber noch gut erkennbar - diese aussergewöhnliche Torte hat den Bombenangriff auf Lübeck überstanden.

    So sah die Nusstorte urspünglich aus.
    So sah die Nusstorte urspünglich aus. - Christian Charisius/dpa

    Eine Nusstorte, die den Bombenangriff auf Lübeck im Jahr 1942 nahezu unversehrt überstanden hat, steht seit Donnerstag im Mittelpunkt einer eigenen Ausstellung.

    Unter dem Titel «Bittersüss - Der Tortenfund von Lübeck 1942-2022» ist das Backwerk in einer Ausstellung im stadtgeschichtlichen Museum Holstentor zu sehen. Gezeigt werden neben der russgeschwärzten, aber noch gut erkennbaren «Torten-Mumie» auch eine Rekonstruktion, die zeigen soll, wie die Torte einmal ausgesehen haben könnte. Archäologen hatten das Feingebäck im April 2021 bei Ausgrabungen in der Lübecker Altstadt entdeckt.

    Der Fund hatte damals deutschlandweit und auch international für Aufsehen gesorgt. Zwar werden bei Ausgrabungen immer wieder auch sehr viel ältere Reste von Nahrungsmitteln gefunden. Doch eine Torte war bislang nicht darunter. Der Fund sei unter anderem deshalb so besonders, weil er auf ein Ereignis - nämlich den Bombenangriff auf Lübeck - zurückgehe, das im Bewusstsein der Stadt noch immer präsent sei, sagte eine Mitarbeiterin der Lübecker Archäologie.

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