Angela Merkel kritisiert Donald Trump

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel hat den Auftritt von US-Präsident Donald Trump vor den Vereinten Nationen scharf kritisiert.

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gestikuliert während einer Sitzung in Berlin.
    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gestikuliert während einer Sitzung in Berlin. - EPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident Trump sprach vergangene Woche vor der UN-Vollversammlung.
    • Nun kritisiert ihn die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf.

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat US-Präsident Donald Trump scharf für seinen jüngsten Auftritt bei der UN-Vollversammlung kritisiert. Dessen Angriffe auf die Vereinten Nationen bedrohten die Friedensordnung, sagte Merkel am Sonntag bei einem europapolitischen Symposium in Ottobeuren. Dort warb sie für Vertrauen in die Europäische Union – allerdings räumte sie dabei auch Reformbedarf ein.

    Merkel sagte zu dem Auftritt Trumps bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in der vergangenen Woche, im Gegensatz zu ihr halte der US-Präsident Multilateralismus nicht für die Lösung von Problemen. Anders als sie kenne Trump auch keine Win-Win-Situationen, sondern sehe immer nur die Möglichkeit für einen Sieger.

    Merkel warnte den US-Präsidenten davor, die Vereinten Nationen weiter zu attackieren. «Etwas zu zerstören, ohne etwas Neues entwickelt zu haben, halte ich für brandgefährlich», sagte die Bundeskanzlerin. Dies könne die Friedensordnung zerstören. Trump hatte bei der UN-Vollversammlung in der vergangenen Woche seine Geringschätzung der Vereinten Nationen demonstriert.

    Merkel hob im Gegensatz dazu die Erfolge der Europäischen Union als multilaterales Bündnis hervor. So sei die Gemeinschaftswährung Euro eine «Versicherung für den Frieden». Da derzeit vieles in Frage gestellt werde, seien es «gefährliche Zeiten», mahnte Merkel.

    Sie sprach sich für eine Stärkung Europas aus. «Europa kann seine Werte, seine Positionen, seine Interessen nur durchsetzen, wenn wir eine gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik machen.» Nach der Europawahl im kommenden Jahr seien aber auch strukturelle Änderungen nötig, dazu könne etwa eine Verkleinerung der EU-Kommission gehören.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Merkel teilt aus
    Defensive Diplomatie

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    10 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Campingfeuer Bella Italia
    «Fire! Fire!»
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    2 Interaktionen
    Smart Glasses
    Tierpark Bern Artenschutz
    Tierpark Bern

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    schokolade
    241 Interaktionen
    Wie geht das?
    Merz weidel
    121 Interaktionen
    Neue Umfrage