Airline belohnt Mitarbeiter, wenn sie Gepäck-Strafen verteilen
Ryanair bittet Passagiere mit zu grossem Gepäck an die Kasse. Die Airline belohnt ihre Mitarbeitenden, wenn sie die Bussen verteilen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ryanair erhöht die Belohnung für Angestellte, wenn sie Gepäck-Bussen verteilen.
- Neu erhalten sie 3,50 Euro pro 75-Euro-Busse.
- Der Airline-Chef begründet es damit, dass zu grosses Gepäck zu Verzögerungen führt.
Die irische Billig-Airline Ryanair ist bekannt dafür, geizig zu sein. Ein kleines Handgepäckstück ist in den meisten Ticketpreisen inbegriffen, ein etwas grösseres muss dazugekauft werden.
Und am Gate kontrollieren die Angestellten regelmässig, ob die Koffer und Rucksäcke auch tatsächlich den Grössenvorgaben entsprechen. In Zukunft dürften sie es wohl noch genauer nehmen.
Denn Ryanair-Boss Michael O'Leary will die Belohnung für das Auffinden von zu grossen Gepäckstücken erhöhen. Wie er in der «Times» sagt, sollen die Angestellten zukünftig 3,50 Euro anstatt 2,50 Euro pro zu grossem Koffer erhalten.
Bereits im vergangenen November erhöhte er die Belohnung von 1,50 Euro auf 2,50 Euro. Als der Schritt öffentlich wurde, seien viel weniger Passagiere mit zu grossen Koffern aufgetaucht, so O'Leary.
Für Passagiere wird es teuer, wenn ihr Gepäck zu gross ist: Die Busse beträgt 75 Euro. Er habe kein Verständnis für jene, die sich nicht an die Gepäckvorschriften hielten, sagt O'Leary. Wenn alle die Regeln einhielten, ginge das Boarding schneller und es gäbe weniger Verspätungen, argumentiert der Airline-Boss.
Und er sagt: «Alle müssen wissen: Kommt nicht mit einem zu grossen Gepäckstück, sonst werdet ihr an die Kasse gebeten! Haltet euch an die Regeln und ihr werdet keine Probleme haben.»
Die strengen – und teuren – Gepäckregeln verteidigt O'Leary. Denn: «Wir sind die Airline mit den günstigsten Preisen in Europa.»















