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AfD-Politiker kritisieren Anstellung von Verwandten

Keystone-SDA
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Deutschland,

Nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft gegen den Spitzenkandidaten der rechtspopulistischen deutschen AfD bei einer Wahl in Baden-Württemberg, Markus Frohnmaier, haben sich Vertreter der Partei in dem Bundesland von der Beschäftigung von Familienmitgliedern distanziert.

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Markus Frohnmaier (AfD), Mitglied des Deutschen Bundestages, spricht bei der 50. Plenarsitzung der 21. Legislaturperiode im Deutschen Bundestag. - keystone

«Das hat auf jeden ein Geschmäckle», sagt etwa Südwest-Fraktionschef Anton Baron der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zwar sei die Praxis der Überkreuz-Anstellungen völlig legal. Aber man könne dabei nicht ausschliessen, dass es wirklich nur um Leistung gehe. «Wir legen extrem viel Wert auf Leistung und Qualifikation.»

Frohnmaier – der AfD-Spitzenkandidat bei der Wahl zum Landtag, dem Parlament von Baden-Württemberg, am 8. März – steht derzeit wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft in der Kritik. Er hatte bestätigt, dass seine Frau für Johann Martel, einen AfD-Abgeordneten im Bundestag in Berlin, arbeitet.

Die Vorwürfe weist der 34-Jährige zurück. «Man muss immer mal schauen, wie ist eigentlich jemand für eine Aufgabe qualifiziert, und per se zu sagen, nur weil man irgendwie aus der Familie kommt, darf der nicht mehr Politik machen oder für eine Partei arbeiten, das ist falsch», sagte Frohnmaier dem SWR. Es komme auf den Einzelfall an.

Frohnmaier ist auch Vize-Fraktionschef der AfD im Bundestag und enger Vertrauter von Parteichefin Alice Weidel. Er will Ministerpräsident Baden-Württembergs werden, kandidiert aber nicht für den Landtag.

Derzeit sieht sich auch die AfD im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt – wo sie in Umfragen zur Landtagswahl am 6. September deutlich führt – mit Vorwürfen der Vetternwirtschaft in den eigenen Reihen konfrontiert.

Südwest-Fraktionschef Baron sagte, er sehe in der deutschlandweiten Debatte auch ein Problem mitten im Wahlkampf für die AfD. «Das wird gerade ganz gross gespielt», sagte er. «Ich denke schon, dass das nicht positiv für uns ist.»

Kritik an der Praxis kommt auch vom Co-Landeschef Emil Sänze, der seit Jahren eng mit Frohnmaier den Südwest-Landesverband führt. «Ich begrüsse das nicht», sagte er zu dieser Art von Beschäftigungsverhältnissen. «Für mich arbeitet keiner aus der Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreis.»

Gleichzeitig nahm Sänze Frohnmaier auch in Schutz. Dessen Frau habe eine akademische Ausbildung, ihre Anstellung bei dem AfD-Kollegen sei «nicht verwerflich». Die Fälle würden auch benutzt, um die AfD zu desavouieren. Zudem sei es eine grosse Herausforderung für die AfD, qualifizierte Leute zu finden. «Die, die zu uns wollen, die scheuen die Öffentlichkeit, weil sie angegriffen werden.»

Kommentare

User #4512 (nicht angemeldet)

Logo. Schwappt sich auf die Schweiz über (Jobs).

User #6407 (nicht angemeldet)

Ausgerechnet Gegner der AFD werfen das einem AFD Politker vor. Wo waren die Stimmen bei Habeck mit seinem Vetter Wirtschaft Wärmepumpen Geschäft?

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