Zürich testet Aufschüttungen im See vor Abstimmung
Die Stadt Zürich testet derzeit Aufschüttungen im Zürichsee. Über die ökologischen Ersatzmassnahmen entscheiden die Stimmberechtigten am 14. Juni.

Die Massnahmen seien nötig, um Hafenanlagen und Badeplätze weiter zu betreiben, sagte Tiefbauvorsteherin Simone Brander (SP) am Dienstag gegenüber Keystone-SDA. Ohne Ersatzmassnahmen würde der Kanton die Konzessionen nicht erneuern. Brander betonte, dass es bei einem Nein möglich wäre, dass die Bevölkerung Badeanlagen nicht mehr nutzen könnte. An die Urne kommt ein 69-Millionen-Kredit.
Getestet wurden am Dienstag auf der Höhe der Roten Fabrik Schüttungen sieben Meter unterhalb des Wasserspiegels, es entstehen also keine Inseln. Die Schifffahrt oder andere Nutzer sollen nicht eingeschränkt werden. Sollte der Kredit durchkommen, werden 900'000 Tonnen Material in den See geschüttet. Dafür verwendet werden soll das Aushubmaterial von SBB-Tunnelprojekten, wie etwa beim Bahnhof Stadelhofen.
Mit den Aufschüttungen sollen Flachwasserbereiche entstehen. Dort erhalten Wasserpflanzen mehr Sonnenlicht, was neue Lebensräume entstehen lässt. Auch einzelne Uferbereiche sollen durch Abflachungen und Schilfpflanzungen renaturiert werden.
Im Stadtparlament kam auch der Ruf nach einer Insel für Vögel auf. Mit der Insel soll der Lebensraum für Wasservögel an der Seepromenade verbessert werden. Denn wegen der Menschenmassen, die täglich an der Seepromenade spazieren, seien die Tiere unter Druck. Der Stadtrat muss derzeit prüfen, ob dies möglich ist.










