In der bayerischen Hauptstadt verabreden sich Gegner der Corona-Massnahmen zu sogenannten Spaziergängen. Die Polizei spricht von einer aggressiven Stimmung und gewaltsamen Auswüchsen.
Menschen demonstrieren gegen die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Foto: Stefan Sauer/dpa
Menschen demonstrieren gegen die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Foto: Stefan Sauer/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Etwa 5000 Menschen haben in München gegen Corona-Massnahmen demonstriert.

Die Stimmung sei aggressiv gewesen, teils habe es gewaltsame Auswüchse gegeben, teilte die Polizei mit.

Bei den Ausschreitungen soll demnach auch ein Medienvertreter angegriffen worden sein, den mutmasslichen Täter nahm die Polizei fest. Insgesamt wurden elf Menschen festgenommen und 14 Straftaten zur Anzeige gebracht, darunter das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gefährliche Körperverletzung gegen Vollstreckungsbeamte.

Konkrete Angaben zu verletzten Einsatzkräften machte die Polizei auf Anfrage nicht. Wegen der Angriffe auf Polizisten seien Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt worden.

Aufruf zu Spaziergängen durch die Stadt

Nachdem Gegner der Corona-Massnahmen eine angemeldete Demonstration im Vorfeld abgesagt hatten, wurde nach Angaben der Polizei in Messenger-Gruppen zu sogenannten Spaziergängen durch die Stadt aufgerufen. Letztlich habe sich ein Demonstrationszug gebildet, der in Richtung Innenstadt gezogen und von Ordnungskräften gestoppt worden sei. Die Protestierenden hätten Aufforderungen der Polizei ignoriert, hiess es.

Später zerstreuten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, gegen 21.30 Uhr seien dann nur noch vereinzelt Gruppen in der Innenstadt unterwegs gewesen.

Eine Kundgebung von Gegnern der ursprünglich angemeldeten Demonstration verlief laut Polizei ohne Zwischenfälle. Die Gruppe aus rund 160 Menschen habe sich am frühen Abend aufgelöst.

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