Vor der Küste Libyens sind rund 20 Migranten bei dem Versuch einer Überfahrt nach Europa ertrunken.
ARCHIV - Männer sitzen in einem überfüllten Holzboot im Mittelmeer vor der Küste von Libyen (Archivbild). Foto: Santi Palacios/AP/dpa
ARCHIV - Männer sitzen in einem überfüllten Holzboot im Mittelmeer vor der Küste von Libyen (Archivbild). Foto: Santi Palacios/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Santi Palacios

Das Wichtigste in Kürze

  • Über 500 Menschen versuchten mit Booten nach Libyen zu flüchten.
  • Rund 20 Flüchtlinge starben bei der versuchten Überfahrt nach Europa.

Mehr als 500 Menschen seien zudem in den vergangenen 24 Stunden abgefangen und nach Libyen zurückgebracht worden, teilte eine Sprecherin der Internationalen Organisation ‎für Migration (IOM) am Mittwoch auf Twitter mit. Sie wurden demnach allesamt festgenommen. Warum genau die Menschen ertranken, sagte die Sprecherin nicht.

Immer wieder sterben hunderte Migranten auf dem Weg von Libyen nach Europa - meistens, weil ihre untauglichen Boote in Seenot geraten.

Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge werden Migranten in Libyen in Internierungslagern ausgehungert, gefoltert und ausgebeutet. Auch die libysche Küstenwache gefährdet demnach ihr Leben - etwa durch aggressive Manöver auf See oder Schüsse.

Die von der EU unterstützte Küstenwache fing zwischen Januar und Juni dieses Jahres rund 15'000 Menschen auf See ab und brachte sie zurück in das nordafrikanische Bürgerkriegsland.

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