160 Festnahmen bei Ausschreitungen in Mailand
In Mailand haben Jugendliche den zweiten Tag in Folge Geschäfte geplündert. Mindestens 160 Personen wurden festgenommen, Meloni beruft eine Sitzung ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Vermummte Jugendliche plünderten in Mailand am zweiten Tag in Folge Läden.
- Die Polizei in Mailand nahm mindestens 160 Personen fest, 80 Prozent davon Minderjährige.
- Italienische Medien vergleichen die Unruhen in Mailand mit den Krawallen in Frankreich.
In der norditalienischen Wirtschaftsmetropole Mailand ist es den zweiten Tag in Folge zu gewalttätigen Ausschreitungen von Jugendlichen gekommen. Meist schwarz gekleidete und vermummte junge Leute schlugen rund um den zentralen Piazza del Duomo Schaufensterscheiben ein, plünderten Geschäfte und Supermärkte, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete.
Die Polizei habe Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt und mindestens 160 Menschen festgenommen, davon 80 Prozent Minderjährige.
Bereits am Vortag war es in Mailand und anderen Grossstädten am Rande friedlicher Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten zu schweren Unruhen gekommen, die in italienischen Medien mit den gewalttätigen Ausschreitungen in Frankreich verglichen wurden.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni berief für Montag eine Sitzung in ihrem Amtssitz in Rom mit den Sicherheitskräften ein. «Ich habe für morgen eine Sitzung zur öffentlichen Ordnung im Palazzo Chigi einberufen, um die Lage zu beurteilen und weitere Massnahmen gegen diejenigen zu erörtern, die legitime Demonstrationen missbrauchen, um Gewalt und Chaos zu stiften», wurde sie von Ansa zitiert.













