Verschollenes «Kill Bill»-Kapitel erwacht in «Fortnite» zum Leben
Quentin Tarantino bringt ein verschollenes «Kill Bill»-Kapitel nach 22 Jahren in «Fortnite» heraus. «Yuki's Revenge» feiert am 30. November Premiere.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Veröffentlichung seiner «Kill Bill»-Saga präsentiert Quentin Tarantino ein bisher unbekanntes Filmkapitel. «Yuki's Revenge» war ursprünglich als fünftes Segment der Rachesaga konzipiert, wurde jedoch nie realisiert.
Die Geschichte folgt einer jungen Japanerin namens Yuki, die den Tod ihrer Schwester Gogo Yubari rächen will. Nach dem Showdown im «Haus der Blauen Blätter» lauert sie der Braut (Uma Thurman) in Los Angeles auf.
Laut «Filmstarts» entwickelt sich eine brutale Verfolgungsjagd durch verschiedene Vorgärten der Stadt. Yuki setzt dabei sogar Granaten ein und lässt sich durch Drogen selbst von schweren Verletzungen nicht stoppen.
«Fortnite» als ungewöhnliche Kinoleinwand für «Kill Bill»
Epic Games hat sich mit dem Kultregisseur zusammengetan, um das verschollene Material digital zu realisieren. Mittels der «Fortnite»-Engine wurde das nie gedrehte Kapitel als Animationsfilm umgesetzt.
Am 30. November um 20:00 Uhr MEZ feiert «The Lost Chapter: Yuki's Revenge» seine Weltpremiere im Battle Royale-Spiel. Spieler können bereits 30 Minuten vor Beginn den virtuellen Vorführraum betreten.

Schauspielerin Uma Thurman kehrt laut «Esports Insider» als Sprecherin ihrer legendären Rolle der Braut zurück. Dies verleiht dem Projekt authentische Kontinuität zur ursprünglichen Filmserie.
Kinoerlebnis für ausgewählte Märkte
Zuschauer in Nordamerika und Grossbritannien erhalten «Eurogamer» zufolge ab dem 5. Dezember ein besonderes Kinoerlebnis. «Yuki's Revenge» wird dort auf der grossen Leinwand im Rahmen von «Kill Bill: The Whole Bloody Affair» gezeigt.
Diese Vorführungen bieten Fans die Möglichkeit, Tarantinos ultimative Gesamtversion seiner Rachesaga zu erleben. Kinogänger erhalten zusätzlich einen Code für das exklusive Gogo-Yubari-Outfit in «Fortnite».
Noch ist unklar, ob die Gesamtversion hierzulande erscheint.
Die Gründe für das ursprüngliche Streichen
Tarantino strich das Kapitel vermutlich aus Zeitgründen, da sein ambitioniertes Projekt zu lang wurde. Die Teilung in zwei separate Filme machte das fünfte Kapitel überflüssig, da es weder als Abschluss noch als Auftakt funktionierte.

Ein entscheidender Faktor war wohl auch die Besetzungsproblematik der Hauptrolle. Der Regisseur wollte unbedingt Kō Shibasaki für die Rolle der Yuki gewinnen, die ihn in «Battle Royale» beeindruckt hatte.
Als die japanische Schauspielerin aus Termingründen absagte, weigerte sich Tarantino, die Rolle anderweitig zu besetzen. Laut «Filmstarts» führte dies zur kompletten Streichung des Segments aus dem finalen Drehbuch.
















