Twitter

    Twitter dürfte unter schärfere EU-Regeln für Online-Dienste fallen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Der Kurznachrichtendienst Twitter dürfte wie Facebook, Instagram und mehrere Google-Dienste künftig unter verschärfte EU-Regeln gegen Hassrede, Terrorpropaganda oder auch gefälschte Waren fallen.

    twitter
    Das Twitter-Logo an einem Gebäude. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sie alle haben eigenen Angaben zufolge entsprechend viele Nutzer.

    Die Frist, diese Daten öffentlich zu machen, endete unter dem sogenannten Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) an diesem Freitag.

    Der DSA soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen als bislang. Betroffen davon sind Online-Marktplätze wie der von Amazon, Soziale Medien wie Facebook, Plattformen zum Teilen von Inhalten wie Youtube und Suchmaschinen wie Google. Dabei müssen grosse Dienste mehr Regeln befolgen als kleine. Für sehr grosse Plattformen und Suchmaschinen mit mehr als 45 Millionen aktiven Nutzern im Monat gelten besonders strenge Vorgaben. Sie müssen etwa mit Blick auf schädliche Inhalte einmal jährlich eine Risikobewertung vorlegen und Gegenmassnahmen vorschlagen. Ausserdem müssen sie Daten mit Behörden und Forschern teilen.

    Vor allem bei Twitter zwar zuletzt unklar gewesen, ob es zu den sehr grossen Plattformen zählen wird. Nun machte das Unternehmen von Elon Musk Daten öffentlich, wonach es in den vergangenen 45 Tagen im Schnitt 100,9 Millionen aktive Nutzer im Monat in der EU hatte – demnach dürfte es als sogenannte sehr grosse Online-Plattform bezeichnet werden. Gleiches gilt für die Meta-Töchter Facebook und Instagram. Für Facebook nannte der Konzern zuletzt durchschnittlich etwa 255 Millionen Nutzer in der EU im Monat, für Instagram etwa 250 Millionen.

    Google legte unter anderem Zahlen auf Grundlage von Benutzerkonten vor. Demnach liegt die Zahl durchschnittlich angemeldeter Nutzer im Monat bei Google Maps (278,6 Millionen), dem Play Store (274,6 Millionen), der Google-Suche (332 Millionen), Google Shopping (74,9 Millionen) und YouTube (401,7 Millionen) über dem Grenzwert. Apple teilte lediglich mit, dass nur der App Store für das iPhone mehr als 45 Millionen Nutzer habe, andere Dienste dagegen hätten weniger Nutzer. Dennoch habe man vor, alle App Stores an die DSA-Regeln anzupassen. Auch Ebay teilte mit, unter dem Wert zu liegen.

    Als nächstes wird nun die EU-Kommission darüber entscheiden, welche Dienste tatsächlich unter die sehr grossen Plattformen fallen. Diese haben anschliessend vier Monate Zeit, um die Vorgaben zu erfüllen – andernfalls drohen ihnen Strafen. Vom 17. Februar nächsten Jahres gelten die DSA-Regeln für alle Dienste, die unter das Gesetz fallen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Gymi
    4 Interaktionen
    Expats
    SRF
    SRF löscht Clips

    MEHR IN NEWS

    MEHR TWITTER

    musk
    11 Interaktionen
    US-Geschworene
    Grok
    12 Interaktionen
    Um Twitter-Name
    Twitter Killer
    Serienmörder
    20 Interaktionen
    Preis tief gehalten

    MEHR AUS BELGIEN

    merz von der leyen
    19 Interaktionen
    Brüssel
    1 Interaktionen
    Brüssel
    22 Interaktionen
    Brüssel
    Wahl Israel
    12 Interaktionen
    Nach Wahl in Israel