In Italien wird es teuer für Amazon und Apple: Die beiden US-Unternehmen müssen eine dreistellige Millionenstrafe zahlen. Ihnen wird Absprache auf Amazons sogenannten Marketplace vorgeworfen.
Gegen Amazon und Apple wurde in Italien eine dreistellige Millionenstrafe verhängt. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
Gegen Amazon und Apple wurde in Italien eine dreistellige Millionenstrafe verhängt. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Italiens Kartellbehörde (AGCM) hat gegen Amazon und Apple eine dreistellige Millionenstrafe verhängt.

Eine Untersuchung habe ergeben, dass mittels Klauseln eines Vertrages vom 31. Oktober 2018 offiziellen und inoffiziellen Händlern untersagt wurde, auf dem sogenannten Marketplace von Amazon.it echte Produkte von Apple und der dazugehörigen Marke Beats zu verkaufen, hiess es in einer Mitteilung der AGCM vom Dienstag. Damit hätten lediglich Amazon selbst und einzelne, «auf diskriminierende Art und Weise» ausgewählte Verkäufer die Produkte dort veräussern dürfen.

AGCM zufolge verstösst dieses Verhalten gegen EU-Recht. Amazon soll 68,7 Millionen Euro Strafe bezahlen, Apple 134,5 Millionen Euro. Ausserdem sollen Drittanbieter die Apple- und Beats-Produkte wieder auf dem Marketplace der italienischen Amazon-Webseite verkaufen dürfen.

Apple erklärte, die italienische Behörde zu respektieren. Man glaube aber, nichts falsch gemacht zu haben. Für die Sicherheit der Kunden sei es wichtig, dass diese sich sicher sein könnten, echte Produkte zu kaufen. Der US-Konzern wolle in Berufung gehen. Amazon will nach eigener Aussage ebenfalls gegen die Strafe in Berufung gehen. Sie sei unverhältnismässig und nicht gerechtfertigt. Das Unternehmen wies den Vorwurf zurück, Amazon profitiere davon, Verkäufer auszuschliessen, da das Geschäftsmodell von deren Erfolg abhänge.

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